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Heizungstausch: Wann findet die Amortisation statt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
. Es lohnt sich daher über einen Heizungstausch nachzudenken. In vielen Fällen ist eine Amortisation bald erreicht.

Hausbesitzern und Mietern stehen in den letzten Jahren, immer zur gleichen Zeit, beinahe die Tränen in den Augen. Dann, wenn die Jahresabrechnungen für Nebenkosten im Briefkasten liegen.

 

So sehr man sich auch bemüht Heizkosten einzusparen, ständig zahlt man drauf. Zum einen liegt dies an den gestiegenen Kosten für die Rohstoffe, zum anderen erledigen viele der alten Heizsysteme ihren "Job" einfach nicht oder nicht mehr zuverlässig und effizient genug. In den meisten Fällen liegt das daran, dass bei veralteten Heizungen mit den Jahren zu viel Wärme verloren geht.

 

Heizungsanlagen, die länger als 15 Jahre in Betrieb sind, bringen nicht annähernd eine so gute Leistung, wie moderne Geräte. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass das Heizsystem nicht optimal an den Wohnraum angepasst ist. Es lohnt sich daher über einen Heizungstausch nachzudenken. In vielen Fällen ist eine Amortisation bald erreicht.

Die wichtigsten Fragen rund ums Thema

Wie kann die zu verbrauchende Energie effizient genutzt werden?

  • Eine Überlegung kann sein, einen Heizungstausch vorzunehmen. Neuere Geräte arbeiten effizienter.
  • Bei Sanierungen gilt es darauf zu achten, dass die Anlage den veränderten Wohnraumbedingungen entspricht. Eine überdimensionierte Heizanlage verbracht unnötig Energie.
  • Ein Heizungswechsel kann überdacht werden. Oft bergen Gas-Brennwertkessel Niedrigtemperaturanlagen, die mit Pellets oder Wärmepumpen arbeiten ein hohes Einsparpotenzial.
  • Überprüfen, ob noch gedämmt werden sollte.

 

Wie wird die Energieeffizienz ermittelt?

Hier lohnt es sich einen Fachmann zurate zu ziehen. Jener wird anhand von Messungen feststellen, welche Methode des Heizens für das jeweilige Gebäude am besten geeignet ist. Sowohl für die Umwelt als auch für den Geldbeutel. Eventuell kann bei einem Heizungswechsel eine Kombination aus Solarenergie, erneuerbarer Energie und herkömmlicher Energie sinnvoll sein.

Was kostet mich die Erneuerung?

Das kommt darauf an, was alles erneuert werden muss. Geht es nur um den Heizkessel, ist das natürlich günstiger, als wenn noch der Querschnitt eines Kamins verjüngt werden muss, weil er für den neuen Energiezufluss überdimensioniert wäre. Außerdem lohnt es sich Anbieter zu vergleichen, da die Preisspanne hier weit auseinandergeht. Es kann mit Kosten zwischen 5.000 und 15.000 Euro gerechnet werden, wenn es sich um ein Einfamilienhaus handelt. Vermieter können einen Teil der Kosten auf ihre Mieter umlegen, da es sich um eine Modernisierungsmaßnahme handelt.

Wie hoch ist das Einsparpotenzial?

Auch das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Je nachdem, wie viel noch getan werden kann belaufen sich die Einsparungen auf 10 bis 15 Prozent, bei einem Gas-Brennwerkessel gar bis zu 25 Prozent. Bei einem Haushalt, der im Jahr 3.000 Euro für Heizkosten verbraucht, wären das zwischen 300 und 500 Euro. Bei einer Gasheizung sogar bis zu 750 Euro Der Energieberater wird individuell berechnen, wie viel das im jeweiligen Gebäude konkret ist. Dementsprechend wäre eine Amortisation nach spätestens 30 Jahren erreicht.

Fazit:

Es kommt also sehr darauf an, wie viel an Energie verbraucht wird, ob es sich rentiert, ein neues Heizsystem anzuschaffen. Bei 500 Euro Ersparnis läge die Amortisationszeit im günstigsten Fall bei zehn Jahren. Je höher der Verbrauch ist umso mehr verkürzt sich die Amortisationszeit und umso eher lohnt sich dementsprechend ein Heizungswechsel. Außerdem gibt es steuerliche Vergünstigungen bei einer Erneuerung, auch günstige Kredite können gewährt werden. Somit lohnt es sich für Hausbesitzer in jedem Fall sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Nicht zuletzt für die Umwelt.

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