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Holz im direkten Vergleich mit anderen Baustoffen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Holz liegt immer mehr im Trend. So ist es im Vergleich zu anderen Baustoffen beschaffen.

Baustoffe werden in vielen Varianten benötigt und verarbeitet: auf Baustellen, im und am Eigenheim, für das Gartenhaus sowie zum Anlegen von Wegen, Mauern, Treppen oder Terrassen. Die Vielfalt der Baustoffe ermöglicht es, eine individuelle Gestaltung im gewünschten Stil zu realisieren. Ob rustikal mit Holz, mediterran mit Terrakotta, elegant mit Marmor oder modern mit Steinen, Ziegeln beziehungsweise mit Klicksystemen aus Kunststoff – es ist eine Frage der baulichen Situation, des Geschmacks und des Geldes.

 

Materialarten der Baustoffe

Welcher Baustoff und in welcher Kombinationsmöglichkeit zum Einsatz kommt, entscheidet der Bauherr. Bei der Auswahl der Materialien für die Verwendung im Innen- oder Außenbereich gilt es, wesentliche Kriterien für ein umweltfreundliches, energieeffizientes und nachhaltiges Bauen zu beachten.

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Im Wesentlichen werden Baustoffe in folgende Kategorien unterteilt

  • Holz
  • Beton
  • Ziegel
  • Sandstein (Kalksandstein)
  • Granit
  • Porphyr
  • Stein, Naturstein
  • Pflaster
  • Klinker
  • Hohlmauersteine

Moderne Technik und natürliches Material bieten eine solide Basis für Langlebigkeit und Qualität

 

Naturmaterial Holz 

 

Es zählt zu den Favoriten unter den Baustoffen. Mit seinem natürlichen Charme verbreitet es einen Hauch von Rustikalität, Beständigkeit und Wärme. Trend und Tradition kommen ideal zur Geltung. Zur Verarbeitung für Gartenmöbel über die Terrassendielung, Verkleidungen zu Raumgestaltungen bis zum Holzhaus, wird das spezielle Material gewählt.
Naturbelassene Holzarten eignen sich nur dann sehr gut für den Innenausbau eines ökologischen und giftfreien Hauses, wenn auf die Behandlung mit chemischen Mitteln verzichtet wurde.

Es wird zwischen Hart- und Weichhölzer unterschieden.

 

Zu den Harthölzern zählen:

  • Eiche
  • Buche
  • Tropische Hölzer (Teak, Eukalyptus, Mahagoni)


Der Vorteil dieser widerstandsfähigen Holzarten besteht in der Witterungsbeständigkeit sowie Resistenz gegenüber der UV-Strahlung. Teakholz ist von Natur aus wasserabweisend. Die Holzdichte und seine ölige Eigenschaft sorgen dafür. Nachteil: Es ist teurer als andere Arten.

Der unkontrollierte Abbau aus tropischen Wäldern ist verboten. Deshalb sollte der Käufer auf das „FSC“-Gütesiegel achten. Die ökologischen und nachhaltigen Kriterien einer gesunden Waldwirtschaft stehen hierbei im Fokus.

Esche und Kiefer, „umweltbewusste Thermohölzer“, werden nicht mit chemischen Stoffen behandelt. In der Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse oder schädlichen Pilzbefall gleichen sie dem Teakholz. Produkte aus Hartholz sind pflegeleichter als die aus Weichholz.

Zu den einheimischen Weichhölzern gehören:

  • Lärche
  • Kiefer
  • Fichte


Lärchenholz ist das haltbarste unter den Nadelhölzern. Optimal zur Terrassengestaltung. Fichtenholz hat den Nachteil, dass der direkte Erd-Kontakt die Haltbarkeit minimiert.

 



Eine regelmäßige Reinigung und Pflege mit Lasur oder Farbe ist für beide Holzarten erforderlich, wenn die Funktionalität und das optisch schöne Aussehen lange erhalten bleiben soll.
Kesseldruckimprägniertes Holz ist eine optimale Alternative dazu. Diese Schutzmaßnahme gegen Fäulnis und Schädlinge erleichtert den Pflegeaufwand.


Nachteil: Kupfersalze der Imprägnierung oxidieren an der Oberfläche. Es kommt zu grünlichen Harz-Austretungen.
Im Gegensatz zu Steinen, „arbeitet“ Holz. Änderungen des Volumens durch Nässe und Hitze müssen besonders bei Profilholz berücksichtigt werden.
Lösung: Verlängerte Federn verwenden.

Je nach Holzart können die Inhaltsstoffe bei starken Witterungseinflüssen heraustreten. Nachteil bei gefärbten Hölzern wie Bangkirai: mögliches Abfärben auf der Grundfläche. Deshalb sollte Regenwasser abgeleitet werden.


Vorteile von Bangkiraiholz:

  • Es splittert nicht
  • Als Terrassenboden kein Aufheizen im Sommer
  • Gegen Schädlinge und Fäulnis resistent


Nachteil: Pflege mit Bangkirai-Öl ist notwendig, um die Bildung von silbriger Patina zu unterbinden.

Massive Holzhäuser bieten Vorteile wie:

  • Gute Wärmedämmung
  • Wärmespeicherung


Zu den Nachteilen zählen:

  • Zusätzlicher Aufwand für Dämmung, Luftdichtheit und gegen Feuchteeinwirkung
  • Unter Umständen kein Schutz gegen Brand, Schall oder Elektrosmog

 

Steinharte Materialien

 

Beton besitzt durch seine hohe Rohdichte folgende Vorteile:

  • Wärmespeicherfähigkeit
  • Brand- und Schallschutz


Nachteil: Um eine gute Wärmedämmung zu erreichen, muss eine extra Außendämmung erfolgen.

Ziegel als viel verwendeter Baustoff überzeugt durch:

  • Hohe Wärme-Dämmfähigkeit
  • Für innen und außen geeignet
  • Brandschutz
  • Gutes Feuchteverhalten
  • Frei von Schadstoffen
  • Abschirmung gegen Elektrosmog

 

 


Eine zusätzliche Wärmedämmung ist nicht erforderlich.

Kalksandstein als Mauergestein mit den Vorteilen:

  • Umweltverträglich
  • Brand- und Schallschutz


Sein Nachteil ist die schlechte Wärmeeigenschaft. Eine extra Dämmung an Außenwänden muss erfolgen.

Granit als hochwertiger Naturbaustoff ist extrem wetterbeständig. Ob als Gehwegplatten, Palisaden, Mauersteinen, Beeteinfassungen oder Rasenkanten: Er ist unverwüstlich und universell.

Porphyr – das haltbarste Gestein. Seine Vorteile sind:

  • Benötigt den geringsten Pflegeaufwand
  • Keine Vereisung im Winter
  • Temperaturbeständig
  • Unbegrenzt haltbar


Mit seinen Farbnuancen wirkt er im Innen- oder Außenbereich ästhetisch.

Natursteine, Steine, Split oder Zierkies sind in der Außengestaltung am Haus oder im Garten nicht wegzudenken. Kontrastreich, kombinierfähig setzen sie harmonische Akzente in der Landschaft oder dienen auch als Drainage.

Klinker-Pflaster ist ein idealer Baustoff für Außenflächen. Die verschiedenen Tonmischungen und das Brennverfahren machen ihn zu einem „Allrounder“ mit den Vorteilen:

  • Widerstandsfähig
  • Hitzebeständig
  • Frostsicher
  • Resistent gegen Chemikalien (Säure, Lauge, Tausalz)
  • Pflegearm (Sonne, Regen und Wind übernehmen die „Reinigung“)


Die vielseitige Gestaltungsmöglichkeit und Verlegemuster schaffen Unikate.

 

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