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Holzbau vs. Massivbau: Das Duell

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Wer sich heute ein Eigenheim schaffen möchte, hat die Qual der Wahl.
Im Duell steht der sich im Trend befindende Holzbau, gegen den universalen Meister, dem Massivbau. All zu oft kommt dabei die Frage auf: Welche Bauweise ist die perfekte Lösung für mich? Der außerordentlich flexible Holzbau mit seinem nicht zu widerlegenden ökonomischen Wert? Oder doch lieber die altbewährte Massivbauweise; robust und unempfindlich?


Doch die Frage ist so individuell, wie die Bedürfnisse und Interessen des Fragenstellers. Eines steht jedoch fest: In beiden Bauweisen besteht ein breites Maß an Anpassungsmöglichkeiten!

Der Massivbau gegen den Holzbau im direkten Vergleich

 

Der Massivbau

Der Massivbau ist sozusagen der Klassiker unter den Eigenheimen und auch allen sonstigen Gebäudearten. Auch wenn Planung und Durchsetzung hier kostspieliger werden können, entscheidet man sich dennoch für ein solides und sicheres Zuhause mit Qualität. Inzwischen bieten hier viele Firmen den Bau schlüsselfertiger Massivhäuser zum guten Preis an. Eine ordentliche Dämmung und Isolation sowie ein anständiger Schallschutz sprechen für sich. Allgemein hinkt der Massivbau dagegen im Arbeitsaufwand und in der Höhe des Primärenergiebedarfs bei der Herstellung der Baumaterialien schon ein gutes Stück nach. Ein gut geplantes Gebäude wird an der Baustelle von Grund auf erstellt, benötigt Zeit in den vielen Einzelheiten und der Koordination der Anliegen von Auftraggeber, Bauherrn und Architekten. Entscheidet sich der Auftraggeber dabei noch für den Einsatz verschiedener Firmen in unterschiedlichen Bereichen des Baus (z.B. Dach, Böden, Balkone), kann auch dies zu weiteren Komplikationen führen.

Der Holzbau

Immer wieder sind Gerüchte zu vernehmen. Ein Holzhaus hätte demnach eine relativ kurze Lebensdauer, sei viel zu anfällig auf Schädlinge oder die Gefahr eines kompletten Abbrandes sei hoch. Im Großen und Ganzen kann man sagen: Das stimmt so nicht! Denn ein Bauwerk aus qualitativen Holzbaustoffen hält nicht selten sogar länger, als ein Haus aus Gestein und Mauerwerk. Bis zu 300 Jahre zählen einige heute noch stehende Bauwerke aus dem guten Material. Zudem sind die Firmen in der Entwicklung heute bereits so weit, dass bei guter Planung und Durchsetzung auch Schädlinge und Brandgefahr längst kein Thema mehr sind. 
Mit der allbekannten Systembauweise ist es mittlerweile möglich, schnell und kostengünstig weitaus energieeffizientere Bauten zu schaffen, als im Massivbau. Mit der Vorfertigung ganzer Wandelemente wird der Bauprozess beschleunigt und vor Ort nur noch montiert. Natürlich gibt es auch in dieser Bauweise die Option zur individuellen Gestaltung, ganz nach eigenen Wünschen und Interessen. Zu den stärksten Vorzügen des Holzbaus gehört klar die Umweltfreundlichkeit. Mit jedem gefällten Baum, der für den Bau genutzt wird, wird ein neuer gepflanzt. Dieser wächst idealerweise im Laufe einer Generation zu einem prächtigen Baum heran. Dies entspricht mindestens der Lebensdauer eines solchen Holzhauses. Auch bei der Verarbeitung des Holzmaterials entsteht nur ein Bruchteil des Energieaufwandes und CO2-Ausstoßes, als in einem vergleichbaren Massivbau. 

 

Fazit

Letztlich hat jede Bauweise seine eigenen Vor- und Nachteile. Ob Sie sich für einen standhaften und klassischen Bau aus massiven Materialien entscheiden, oder einen vielgestaltigen Hingucker im Holzstil, liegt ganz bei Ihnen. 

 

 

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