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Malaria erkennen? - Das sind die Anzeichen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Jährlich sterben ca. eine Millionen Menschen an Malaria.

Jährlich sterben ca. eine Millionen Menschen an Malaria. Knapp 50 % davon sind Kinder, die das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Auf dem afrikanischen Kontinent leben 90% der an Malaria erkrankten Menschen. Ein Hauptgrund dafür ist die starke Armut, die verhindert, dass sich die Menschen dort mit ausreichend Medikamenten eindecken können. Obwohl sich die Anzahl der gemeldeten Fälle in Deutschland in den Jahren zwischen 2001 (1049)und 2006 (568) fast halbiert haben, sollte man wissen, wie man Malaria erkennen kann.

  • Malaria, auch als Sumpffieber oder Wechselfieber bekannt, wird hauptsächlich durch den Stich einer weiblichen Stechmücke übertragen.
  • Glücklicherweise ist eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung, mit Ausnahme von Bluttransfusionen, nicht möglich.

Hinweise auf Malariaerkrankung

Vorbeugung:

  • Da bislang leider alle Versuche missglückten, einen Malariaimpfstoff zu entwickeln, gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen die Krankheit.
  • Vor allem, wenn man in Gebiete reist, in denen Malaria stark verbreitet ist, sollte man großen Wert auf Insektenschutzmittel legen. Durch das Tragen von heller, langer Kleidung und den Gebrauch von Insektenspray kann man das Infektionsrisiko stark reduzieren.
  • Nichtsdestoweniger sollte man weder auf Moskitonetz noch auf Malariamedikamente verzichten. Sollte man erste Symptome einer Malaria erkennen, sollte die Reise sofort abgebrochen werden.

Symptome:

  • In der Regel liegen 12 bis 18 Tage zwischen dem Moskitostich und dem Ausbruch der Krankheit. Die Inkubationszeit kann durch die Einnahme von vorbeugenden Antibiotika verlängert werden.
  • Um eine Malaria zu erkennen, muss man Kenntnis über die wichtigsten Symptome besitzen.
    Ein typisches Merkmal der Tropenkrankheit ist das meist täglich wechselnde Fieber, das von Schweißausbrüchen und Schüttelfrost begleitet wird. Sehr hohes Fieber (über 39,5°C) tritt vor allem bei Kindern auf, die dabei Bewusstseinsstörungen erleiden und sogar ins Koma fallen können.
  • Wie bei vielen anderen schweren Infektionen kann es auch bei der Malaria zu einer Blutarmut kommen, da die Krankheit die roten Blutkörperchen zerstört.
  • Die Veränderung der Organe ist ebenfalls charakteristisch für das Wechselfieber.
    So kann es zum Beispiel zu einer Vergrößerung der Milz kommen, wobei es durch eine zu große Gewebszunahme auch zu einem Milzriss kommen kann.
  • Nicht selten kann es auch zu Durchfall kommen, was die Erkennung für Ärzte erschwert, weil sie die Krankheit (vor allem bei nur schwach vorhandenem Fieber)nicht sofort als Malaria erkennen, sondern eher einen Magen-Darm-Infekt diagnostizieren.
    Weiterhin kann es durch Durchblutungsstörungen auch zu akuten Nierenversagen kommen.
  • Aufgrund der Schwere der Krankheit, ist es wichtig sofort medizinische Hilfe aufzusuchen, um die Chance auf eine Heilung zu erhöhen.

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