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Mit einem Durchlauferhitzer den Energieverbrauch senken? Stimmt das wirklich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Es hängt von den Umständen ab, ob man mit einem Durchlauferhitzer Energie spart.

Man unterscheidet zwei Arten der Warmwasserbereitung: 1. Den Warmwasser-Vorratsspeicher (Boiler) und den Durchlauferhitzer. Der Warmwasser-Vorratsspeicher wurd an eine Heizungsanlage angeschlossen und von dieser mit Wärme versorgt. Sein Vorteil ist, dass ständig eine größere Menge an Warmwasser bereitgehalten wird. 2. Den Durchlauferhitzer. Er erhitzt das Wasser erst in dem Moment, in dem es durch ihn hindurchfließt. Durchlauferhitzer können entweder mit elektrischem Strom, wegen der hohen Leistung meist Dreiphasen-Drehstrom, betrieben werden, oder mit Gas befeuert werden. Gasbefeuerte Durchlauferhitzer benötigen, wie auch Heizungsanlagen, einen Schornstein. Hier ist eine regelmäßige Schornsteinreinigung und Emissionsmessung durch den Schornsteinfeger erforderlich, da er der Feuerstättenverordnung unterliegt, was für alle Heizungsanlagen gilt, die mit Öl, Gas, oder festen Brennstoffen betrieben werden.

  • Um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten, und Brände zu verhindern, Heizungsanlagen und Warmwasserbereiter regelmäßig vom Fachmann warten lassen.
  • Nie Warmwasser unnötig und ungenutzt laufen lassen, z.B. beim Zähneputzen, sondern grundsätzlich abstellen, wenn es nicht benötigt wird.
  • Sonst wird auch der energieeefizienteste Durchlauferhitzer zum Energieverschwender.
  • Duschen spart grundsätzlich mehr Warmwasser als eine komplette Badewannenfüllung. Bei dieser gehen schnell mal 100 Liter Warmwasser drauf.

  • Für gasbefeuerte Durchlauferhitzer einen Schornsteinanschluß, für elektrische Durchlauferhitzer Dreiphasen-Drehstrom.
  • Kaltwasseranschluß zum Durchlauferhitzer, sowie die erforderlichen Leitungen zu den Entnahmestellen, wie Waschbecken, Spüle, Dusche, gegebenfalls auch Geschirrspülmaschine, sofern diese das Wasser nicht selbst erhitzt, wie es bei der Waschmaschine der Fall ist.
  • Empfehlenswert ist natürlich eine regelmäßige Kontrolle des Energieverbrauchs.

1. Welche der beiden Arten der Warmwasserbereitung nun die Energiesparendere ist, hängt in erster Linie von den Umständen ab.

2. Werden größere Mengen Warmwassers benötigt, z.B. in einem Mehrfamilienhaus, so ist eine Zentrale Warmwasserversorgung mit Vorratsspeicher die sinnvollere Wahl, da ein Durchlauferhitzer nur kleinere Mengen Wassers auf einmal erhitzen kann und in der Regel nicht die Heizleistung hat, die für große Wassermengen benötigt wird.

3. Für ein Einfamilienhaus, oder eine Wohnung, wo nur geringe Warmwassermengen benötigt werden, ist ein Durchlauferhitzer besser. Er hat erstens den Vorteil, dass er meist nah an der Entnahmestelle sitzt, der Weg des Warmwassers also kürzer ist, und erwärmt nur so viel Wasser, wie auch tatsächlich benötigt wird.

4. Moderne Durchlauferhitzer ermöglichen sogar die genaue Einstellung der Wassertemperatur, so dass die Zumischung von Kaltwasser entfallen kann, auch das spart Energie.

5. Am besten lässt man sich von einem Fachmann beraten. Er kann anhand der Anzahl Personen, die im Haus wohnen, genau berechnen, wie viel Warmwasser pro Tag benötigt wird und damit auch den erforderlichen Energiebedarf. Mit diesen Informationen kann er entscheiden, ob ein Warmwasserspeicher, oder ein Durchlauferhitzer die energieeffizientere Variante ist.

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