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Parkettboden ausbessern? - So wird´s gemacht

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Parkettböden strahlen wie alle Holzfußböden einen ganz besonderen Charme aus.
Nach einigen Jahren benötigen sie jedoch häufig eine Aufarbeitung, insbesondere Familien mit Kindern können sicher von Kratzern oder anderen Abnutzungen berichten. Glücklicherweise lässt sich Parkettboden mit ein wenig handwerklichem Geschick leicht ausbessern.

  • Beim Arbeiten ist unbedingt darauf zu achten, eine Schutzbrille zu tragen, um Verletzungen der Augen durch umherfliegende Holzteilchen zu vermeiden. 
  • Auch eine Atemschutzmaske ist unumgänglich, denn die Staubentwicklung ist enorm. Zwar wird der größte Teil des Staubes in einem Staubsack aufgefangen, erfahrungsgemäß verteilt sich dennoch viel Staub im gesamten Raum. 
  • Daher bitte die Türen sorgfältig schließen, das anschließende Säubern der Nebenräume ist ausgesprochen lästig.

  • Benötigt werden eine Walzenschleifmaschine für das Abschleifen der großen Flächen und ein Handschleifgerät für die Kanten. Diese können zusammen mit dem dazugehörigen Schleifpapier in zahlreichen Baumärkten oder im Parkettfachhandel ausgeliehen werden.
  • Parkettlack oder Fußbodenhartöl
  • Vorbereitend müssen die Sockelleisten entfernt und eventuell hervorstehende Nägel im Boden versenkt werden. Haben sich Parkettstäbe gelöst, kann man diese leicht wieder einkleben.

  1. Das eigentliche Abschleifen erfolgt zunächst mit der Walzenschleifmaschine. 
  2. Mit einer groben Körnung (K 16 oder K 24) wird die Farbe bzw. der alte Lack entfernt, danach folgen mehrere Schleifgänge in immer kleiner werdender Körnung. 
  3. Bei Mosaik- oder Würfelparkett schleift man diagonal zu Holzfaserrichtung, bei Stabparkett in einem Winkel von 7 bis 15 Grad. 
  4. Wichtig ist, die Walze in der Vorwärtsbewegung langsam abzusetzen und bei laufender Walze nie stehen zu bleiben, sonst drohen hässliche Dellen, die sich allenfalls als Murmelbahn nutzen lassen. 
  5. Achtung! Achtet bitte während des gesamten Schleifvorgangs auf das Verlängerungskabel, da dieses gerne unter die Walze gerät!
  6. Nach dem letzten Schliff saugt man den Fußboden gründlich ab und kann ihn nun mit Parkettlack oder Fußbodenhartöl versiegeln. 
  7. Die Flüssigkeit trägt man mit einer Rolle oder einem geeigneten Pinsel auf. Nach einer längeren Trockenzeit erstrahlt der Parkettboden in neuem Licht.

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