Foto: Shutterstock.com

Pfandflaschen sammeln und abgeben: So funktioniert die Rückgabe

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Immer mehr Menschen sammeln ihre Pfandflaschen sorgfältig, schließlich entspricht das Pfand barem Geld.
Die Rückgabe der gesammelten Flaschen erfolgt schnell und einfach am Pfandautomaten, den jeder Supermarkt anbietet. Doch wie erkennt der Automat die eingelegte Flasche und was passiert mit ihr, nachdem der Pfandautomat sie aufgenommen hat?

Wissenswertes im Überblick

  • Wird die Flasche in den Pfandautomaten gelegt, erkennt der Automat den Strichcode und das Pfandlogo und wiegt die Flasche.
  • Die installierte Kamera ordnet die Flasche einem vorgegebenen Typ zu und der Automat transportiert sie mit einem Fließband außer Sicht.
  • Einwegflaschen werden im Pfandautomaten zerdrückt und sammeln sich in einem Container. In einer Weiterverarbeitungsstelle werden sie zu neuen Flaschen verarbeitet.
  • Mehrwegflaschen werden in die zugehörigen Kisten sortiert und von Spezialfirmen gereinigt, damit sie neu befüllt wieder in den Verkauf gelangen können.

Der sichtbare Bereich des Pfandautomaten

  • Von außen sichtbar ist beim Pfandautomaten ein Display, ein Knopf zur Bestätigung der beendeten Flascheneingabe, ein Schlitz für die Ausgabe des Pfandbons und eine Röhre, in die die Pfandflaschen bei der Rückgabe mit dem Boden zuerst eingelegt werden.
  • Die Röhre ist mit mehreren Funktionen ausgestattet. Sichtbar ist ein bewegliches Fließband, dass die Flasche drehen kann und nach der Erkennung abtransportiert.
  • Unter dem Fließband befindet sich eine Waage, die das Gewicht der Flasche misst, damit keine vollen Flaschen zurückgegeben werden.
  • Ein Laser erkennt nach dem Einlegen der Pfandflasche den Strichcode und das Pfandlogo. Ist die Flasche zerdrückt, kann es vorkommen, dass der Automat das Logo nicht erkennt und die Flasche daher nicht annimmt.
  • Im oberen Bereich der Röhre ist eine Kamera installiert. Sie erkennt die genaue Form der Flasche und ordnet sie einem vorgegebenen Typ zu. Existiert dieser Flaschentyp nicht in der Datenbank, wie es bei ausländischen Modellen der Fall ist, wird die Pfandflasche abgelehnt.
  • Hat der Automat alle Flaschen aufgenommen, wird mit einem Druck auf den Knopf das Ende bestätigt. Der Pfandautomat druckt einen Bon, mit dem sich der Kunde an der Kasse das Geld auszahlen lassen kann.

 

Der Bereich hinter dem Pfandautomaten

  • Die angenommene Flasche wird mit einem Fließband aus dem Sichtfeld des Kunden transportiert und je nach Pfandtyp weiterverarbeitet.
  • Einwegflaschen werden noch im Automaten zerdrückt, es ist ein knirschendes Geräusch zu hören. Sie fallen in einen Container, in dem sie gesammelt und später vom Personal entnommen werden. In der Weiterverarbeitung werden sie zerschreddert, nach Material sortiert und zur Herstellung neuer Flaschen genutzt.
  • Die Mehrwegflaschen gelangen hingegen auf ein Fließband. Mitarbeiter des Geschäfts nehmen die Flaschen herunter und sortieren sie in die entsprechenden Kisten. Im weiteren Verlauf werden die Mehrwegflaschen gründlich gereinigt und wieder befüllt.

Kommentare