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Schimmel hinter der Tapete - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
In Wohnungsbereichen mit einer schlechten Außenisolierung kann es zu ‚Kältebrücken’ kommen.

Bei Schimmelbefall in der Wohnung – in diesem Falle hinter der Tapete – stellt man sich freilich die bange Frage: Was soll ich jetzt unternehmen – was ist Schimmel eigentlich?

Es handelt sich bei Schimmel um Pilze, von welchen man insgesamt circa 10 000 Arten unterscheidet. Diese Pilze besiedeln zunächst die Oberflächen feuchter Stellen, breiten sich später auch in tieferen Regionen aus.
Eine ideale Umgebung für das Wachstum von Schimmelpilzen bildet eine Luftfeuchtigkeit von mehr als 70 Prozent bei einer Mindesttemperatur von 20 Grad Celsius.

In Wohnungsbereichen mit einer schlechten Außenisolierung kann es zu sogenannten ‚Kältebrücken’ kommen, was einer Kondenswasserbildung und somit einem Pilzbefall äußerst zuträglich ist.

  • Eine Wohnung soll stets gut gelüftet und geheizt sein, um ein Feuchtwerden der Wände zu verhindern und so dem Pilzbefall keinen Vorschub zu leisten.

Ist es erst einmal zu einem Schimmelbefall gekommen, so helfen folgende Maßnahmen:

  1. Die Tapete ist in feuchtem Zustand (kann mit Lack eingesprüht werden) vorsichtig zu entfernen, damit sich keine trockenen Pilzsporen durch die Luft weiter ausbreiten können.
  2. Ebenso vorsichtig soll man den darunterliegenden verfärbten Putz bis zu einer Tiefe, an welcher er wieder weiß erscheint, abtragen.
  3. Den Untergrund mit einem geeigneten Anti-Schimmel-Mittel aus dem Fachhandel oder beispielsweise mit einer 4-5%igen Essigessenz intensiv und mehrmals behandeln. 
  4. Ebenso kann eine 5%ige Sodalauge von Nutzen sein.

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