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Stromspar Mythen: Weit verbreitete Unwahrheiten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Kann mit speziellen Tipps wirklich Strom gespart werden oder sind das alles nur Stromspar Mythen?
In Zeiten steigender Strompreise stellen sich diese Frage viele Verbraucher. Kann durch das Absenken der Zimmertemperatur, das Ausschalten der Lampe oder das Erwärmen von Wasser mit dem Wasserkocher statt auf dem Herd und mit dem Kauf neuer Geräte wirklich Energie eingespart werden? Hier findest Du einige Stromspar Mythen.

  • Einige der gängigen Stromspar-Mythen sind Blödsinn, andere hingegen sind durchaus sinnvoll.
  • Um optimal Energie zu sparen, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, ein persönliches Beratungsgespräch mit Experten (es bieten sich hier Energieunternehmen, wie die EVN an) bzw. einen Sanierungscheck durchführen zu lassen.

Mythen rund um's Strom sparen - Wahr oder falsch?

1. Von Hand abzuspülen ist sparsamer als mit der Spülmaschine.
Wenn die Geschirrspülmaschine voll beladen ist, ist das Spülen mit der Spülmaschine tatsächlich sparsamer als das Spülen mit der Hand. Spülmaschinen arbeiten zudem umweltfreundlicher und hygienischer, da die Wassertemperatur höher ist.

2. Beim Verlassen der Wohnung die Heizung ausschalten spart Heizkosten.

Wenn die Heizung nicht komplett ausgeschaltet wird, sondern die Temperatur nur einige Grad herab gesenkt wird, dann können tatsächlich Heizkosten gespart werden. Hilfreich ist es, wenn die Wohnung in wärmere und kühlere Bereiche aufgeteilt wird. Die Türen zwischen den Bereichen sollten unbedingt geschlossen gehalten werden.

3. Wäscheleine statt Wäschetrockner verwenden.
Im Sommer ist das Trocknen der Wäsche auf der Leine eine sinnvolle Energiesparmaßnahme. Im Winter wird nur Energie gespart, wenn ein Trockenboden vorhanden ist. Wenn für die Trocknung der Wäsche häufig gelüftet oder die Heizung hochgedreht wird, dann ist die Anschaffung eines energieeffizienten Wäschetrockners sinnvoller.

4. Geräte nicht auf Stand-by laufen lassen
Dieser Mythos ist wahr. Geräte verbrauchen im Wartemodus Strom. Abhilfe kann mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste oder mit einer Zeitschaltuhr geschafft werden.

5. Wasser im Wasserkocher erhitzen spart gegenüber dem Herd Energie.

Bei allen Elektroherden stimmt die Aussage tatsächlich. Bei einem Gasherd ist die Energiebilanz jedoch anders herum. Gas ist billiger als Strom. Deshalb das Wasser immer auf dem Gasherd erhitzen.

6. Backofen nicht vorheizen geht genauso
Grundsätzlich konnte bei einem Test kein Unterschied festgestellt werden, ob die Speisen in vorgeheizten oder nicht vorgeizten Backofen zubereitet wurden. Bei erlesenen Gerichten macht das Vorheizen aber durchaus Sinn.

7. Haus dämmen spart Energie
Diese Aussage ist richtig. Schon mit geringen Investitionen wie das Dämmen der Rollokästen oder der Heizkörpernischen kann Energie eingespart werden. Wichtig ist eine Änderung des Heizungs- und Lüftungsverhalten der Bewohner.

8. Flachbildfernseher verbrauchen weniger Strom als alter Röhrenfernseher
Das stimmt nicht, denn der Flatscreen Fernseher verbraucht bis zu drei Mal mehr Strom als ein alter Röhrenfernseher.

9. Damit Wäsche richtig sauber wird, muss sie bei hohen Temperaturen gewaschen werden.
Diese Stromspar Mythen stimmen bei einem normalen Verschmutzungsgrad der Wäsche und modernen Waschmittel nicht. Enzyme und Flecklöser wirken schon bei 40 Grad. Eine hohe Wassertemperatur nicht mehr notwendig.

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