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Teppiche ohne Chemie reinigen? - So wird´s gemacht

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:59
Teppiche ohne chemische Mittel reinigen - leicht und effektiv

Immer wieder kommt es vor, dass sich Flecken oder hässliche Verfärbungen in Teppichen bemerkbar machen. Besonders häufig ist dies der Fall, wenn Läufer bzw. Teppiche in der Küche oder im Esszimmer ausgelegt sind.  Essensreste fallen unbeabsichtigt herunter, Becher fallen um oder andere Missgeschicke passieren. Aber auch der schmucke Teppich unter dem Wohnzimmertisch oder im Schlafzimmer kommt - zum Beispiel beim Kaffeetrinken oder durch das Betreten mit schmutzigen Schuhsohlen - häufig mit Schmutz und Staub in Berührung. Warum sollte man jedoch auf "chemische Keulen" zurückgreifen, wenn doch auch "Großmutters Trickkiste" zahlreiche Hilfsmittel bereit hält, die dem Schmutz und den Flecken im Teppich effektiv den "Kampf ansagen"?

  • Frische Flecken sollten zunächst mit kaltem (!) Wasser und einem Tuch entfernt werden.
  • Dabei sollte man Reiben tunlichst vermeiden, um den Fleck nicht noch tiefer in die Faser zu "befördern".
  • Warmes Wasser trägt im Übrigen dazu bei, die Fasern noch ein wenig "empfänglicher" zu machen für eindringende Schmutzpartikel.
  • Durch den Einfluss von kaltem Wasser jedoch ziehen sie sich ein wenig zusammen und der Schmutz wird in der Regel nicht tiefer in das Gewebe einziehen können.
  • Bei empfindlichen Materialien empfiehlt es sich, die qualitative Beschaffenheit zunächst auf Farbechtheit hin zu überprüfen.
  • Wenn zum Beispiel Gallseife zum Einsatz kommt, macht es Sinn, eine kleine Menge zuerst an der Unterseite des Teppichs anzubringen, um zu testen, ob sich gegebenenfalls Ränder bilden.

Die Industrie hat in diesem Zusammenhang eine Menge effektiv wirkender Putzmittel zu bieten. Alte Hausmittelchen können dahingegen jedoch genauso wirkungsvoll sein.

So werden für die Teppichreinigung folgende Dinge benötigt:

  • kaltes Wasser
  • ein feuchter Lappen
  • ein Staubsauger
  • Gallseife
  • Essig-Essenz
  • Backpulver

  1. Zunächst gilt es, den frischen Flecken mit einem feuchten Tuch und kaltem Wasser zu behandeln.
  2. Das bedeutet, dass durch leichtes Tupfen (!) versucht werden soll, ein tieferes Eindringen des Schmutzes in das Gewebe zu verhindern.
  3. Danach werden entweder Essig-Essenz oder ein wenig Gallseife auf einem anderen Tuch verteilt, um das Ganze sodann erneut auf der schmutzigen Stelle zu verteilen.
  4. Eine Einwirkzeit von etwa 15 Minuten genügt in der Regel. Während dieser Zeit hat der Essig bzw. die Gallseife die Möglichkeit, den Flecken vom Teppichgewebe zu lösen.
  5. Danach kommt erneut das feuchte Tuch zum Einsatz: mit einer ausreichenden Menge Wasser wird die "Mixtur" nun aus dem Teppich entfernt.
  6. Im Anschluss daran wird die behandelte Stelle ein wenig trockengetupft.
  7. Sobald der Teppich ein wenig angetrocknet ist, wird der Staubsauger hervorgeholt und die getrockneten Reststoffe, sofern noch welche vorhanden sind, können abgesaugt werden.
  8. Zumeist ist unmittelbar nach diesem letzten Arbeitsschritt kein Flecken mehr erkennbar. Sofern doch noch ein "Schatten" zurückgeblieben sein sollte, was - je nach Intensität des Fleckens durchaus möglich sein könnte - wird die Prozedur wiederholt.
  9. Eine alternative Fleckenentfernungsmethode ist folgende:
  10. Backpulver wird in heißem Wasser erhitzt und das noch sprudelnde Gemisch wird direkt auf dem Flecken im Teppich verteilt.
  11. Nach einer Einwirkzeit von etwa 10 Minuten wird das Ganze mit klarem Wasser aus dem Gewebe herausgespült.
  12. Nun heißt es: Warten.
  13. Danach kann der Teppich wie gewohnt abgesaugt werden - und die Schmutzpartikel sind restlos entfernt.

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