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Wärmetausche entkalken? - So geht man vor

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Eine Wärmetausche zu entkalken ist sehr einfach und so geht es:

Wenn das Wasser nicht mehr warm wird, stimmt etwas mit der Warmwasseranlage nicht. Diese funktioniert nach einiger Zeit nicht mehr richtig - der Grund dafür ist Kalk. Auch Wärmetauscher sind davon betroffen. Wer die Entkalkung selber vornehmen will, kann viel Geld sparen. Damit die Entkalkung richtig gelingt, müssen jedoch einige Punkte beachtet werden. Sonst kann es passieren, dass man später noch tiefer ins Portemonnaie greifen muss, da ein Fachmann die verursachten Schäden reparieren muss.

  • Beim Entkalker sollte darauf geachtet werden, dass ein Mittel gewählt wird, das Metall und Dichtungen nicht angreift.
  • Gleichzeitig darf es nicht zu mild sein, denn das Gerät soll auch schließlich vom Kalk befreit sein.
  • Ameisensäure und ein Metallschutz sind in der Regel in allen Spezialmitteln enthalten.
  • Worauf verzichtet werden sollte sind Essig- oder Salzsäure, da diese zwar den Kalk schneller lösen, aber zu aggressiv für Schläuche, Leitungen und Dichtungen sind.
  • Wird das Wasser als Trinkwasser verwendet, muss darauf geachtet werden, dass der Entkalker für Geräte geeignet ist, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Hierfür ist Zitronensäure eine schonende Lösung.
  • Weiterhin sollte ein geeignetes Mittel zur Verfügung stehen, um den Säuregehalt der Entkalkerlösung zu messen. Es kann vorkommen, dass die Lösung schon verbraucht ist, obwohl sich noch Kalk im Gerät befindet.
  • Um den Säuregehalt zu messen, können sogenanntes "Rotkohlwasser", Lackmuspapier oder aber pH-Messer verwendet werden, die alle im Baumarkt erhältlich sind.
  • Eine günstigere Lösung ist etwas Kalk, der in den Entkalker gegeben wird. Solange sich dieser unter Bläschenbildung auflöst, ist die Entkalkerlösung noch sauer genug.

  • Zum Entkalken des Wärmetauschers wird zunächst geeignetes Werkzeug benötigt.
  • Damit alles gelingt, sollte eine säurefeste Pumpe, ein Eimer oder größeres Gefäß, in das die Pumpe passt, und ein Entkalker bereitstehen.

Entkalkung der Wärmetausche

  • Wenn alle erforderlichen Hilfsmittel bereit stehen, kann es mit der Entkalkung losgehen.
  • Dazu muss zuerst das Heizgerät abgeschaltet werden und sich abgekühlt haben. Anschließend wird der Wasserzulauf und -ablauf am Wärmetauscher gelöst und die entsprechenden Schläuche der Pumpe werden an Zu- und Ablauf angebracht.
  • Wird eine Tauchpumpe verwendet, muss diese im Gefäß mit dem Entkalker liegen. Bei einer Saugpumpe wird der Entkalker aus dem Gefäß herausgesaugt.
  • Der Entkalker muss entsprechend der Vorschrift des Herstellers angerührt und in den Behälter gefüllt werden. Beim Anbringen der Pumpe ist unbedingt darauf zu achten, dass ein funktionierender Kreislauf hergestellt wird.
  • Die Pumpe wird an den Behälter angeschlossen, der andere Schlauch der Pumpe muss die aus dem Gerät kommende Entkalkerlösung wieder zurück in den Behälter pumpen.
  • Nachdem die Pumpe eingeschaltet ist, sollten Bläschen zu sehen sein.
  • Diese werden so lange entstehen, bis die Lösung verbraucht und noch Kalk im Gerät ist.
  • Ist der Entkalker verbraucht, aber noch Kalk in dem Gerät, muss die Lösung getauscht werden.
  • Wenn keine Bläschen mehr entstehen, aber die Lösung noch sauer ist, ist der Prozess abgeschlossen.
  • Zum Testen des Säuregehalts können die oben genannten Hilfsmittel verwendet werden.
  • Zuletzt müssen der Wasserzu- und -ablauf des Wärmetauschers wieder angeschlossen werden - so ist eine Entkalkung erfolgreich.

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