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Warum sollte man ein Bodengutachten vor Ankauf eines Grundstückes erstellen lassen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Ohne Gutachten kann es schnell zu bösen Überraschungen kommen und hohe Unkosten entstehen.

Wenn es darum geht ein Grundstück kaufen zu wollen und hier der Bau von einem Haus geplant wird, dann raten Experten immer wieder, dass man sich nicht nur um die zuständige Baufirma kümmert, sondern auch den Boden einmal überprüfen lässt. Hier kann es sonst schnell zu bösen Überraschungen kommen und hohe Unkosten entstehen, was an einer falschen Bodenbeschaffenheit liegen kann. Gründe hierfür sind unter anderem lehmiger Boden, oder aber auch Grundwasser, welches schon ganze Häuser zerstört hat und ein hoher Risikofaktor ist.

Bei dem Bodengutachten selber hat man als Privatperson wenig Einfluss, sondern der Gutachter hat die Aufgabe diese Überprüfung vorzunehmen und offen auf Probleme hinzuweisen. Trotzdem gibt es ein paar Details, auf welche man aufpassen sollte, wenn es um die Erstellung von einem Bodengutachten geht:

  • Kann der Bodengutachter ein anerkanntes Gutachten ausstellen?
  • wurden wirklich alle Bereiche auf dem Grundstück überprüft?
  • Fallen mögliche Unkosten an, welche im Vertrag nicht vereinbart wurden sind?
  • welche Fehler und Probleme wurden gefunden? (Genaue Auflistung dieser anfordern)

Um diese Handlung auszuführen, benötigt man als Privatperson in jedem Fall einen Mann vom Fach und sollte sich die Meinungen von einem Experten einholen und sich nicht nur auf die Bauunternehmen verlassen. Es gilt also

  • nach Adressen von zuständigen Expertenbüros zu suchen
  • einen Bodengutachter zu finden, welchem man vertraut
  • eine Auflistung der anfallenden Gebühren einzuholen und Angebote verschiedener Gutachter

Das Bodengutachten

Der eigentliche Handlungsablauf beinhaltet meist folgende Schritte, wobei die Reihenfolge je nach Baustand variieren kann:

  1. Baufläche wird grob begutachtet und auf kleine Merkmale wie Verfärbungen im Boden geachtet.
  2. Proben werden an verschiedenen Stellen und Tiefen entnommen und in einem Labor untersucht. Hier soll untersucht werden, ob mögliche Giftstoffe im Boden sind, um welche Bodenart es sich handelt und den aktuellen Zustand bzw. auffällige Besonderheiten.
  3. Mit Versickerungsversuchen wird der Wasserstand gemessen. Hier holen die zuständigen Gutachter meist auch Pläne von möglichen Rohrleitungen ein und berichte der Stadt.
  4. Ein umfangreiches Gutachten mit allen Ergebnissen der Untersuchungen erstellt und auf Probleme wie Gifte und Schmutz im Boden hingewiesen.
  5. Mit einem solchen Bodengutachten hat man als Käufer des Grundstückes die Möglichkeit den Boden zu wechseln und anfallende Kosten bei Problemen anzufechten.

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