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Was ist ein Bebauungsplan?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Ein Bebauungsplan gilt als Grundlage für baurechtliche Vorschriften.

Ein Bebauungsplan gilt als Grundlage für baurechtliche Vorschriften, um auf einem Grundstück ein Gebäude zu errichten. Im Regelfall kommt der Laie mit einem Bebauungsplan nur in Berührung, wenn er ein Grundstück erwerben möchte, um darauf sein Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus zu bauen. Alleerings sollte man sich bereits vor dem Kauf des Grundstückes mit dem Bebauungsplan beschäftigen, denn da können eventuell Bauvorschriften enthalten sein, die man selbst so vielleicht nicht möchte. Nur sollte man auch wissen, dass im Normalfall ein Bebauungsplan einer Gemeinde wie ein Gesetz fungiert. Soll bedeuten, dass die darin enthaltenen Vorschriften nicht verhandelbar sind.

Bebauungsplan als rechtsverbindliche Vorschrift

  1. Ein solcher Bebauungsplan liegt normal bei den örtlichen Baubehörden aus. Als moderne Behörde haben auch einige bereits Bebauungspläne auf ihren Internetseiten veröffentlicht. 
  2. Daher sollte man sich zunächst über die Website der Gemeinde darüber informieren, bevor man einen persönlichen Termin vereinbart, um den man dann im Regelfall nicht herumkommt. 
  3. Man sollte sich auch alle unklaren Zahlen und Zeichen genau erklären lassen, da auch in diesem Punkt gilt: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!“ Damit soll umschrieben sein, dass bei einer falschen Bauweise es bis zu einem Teilabriss oder sogar im schlimmsten Fall zum Komplettabriss kommen kann. 
  4. Es werden zwei Arten von Bebauungsplänen unterschieden. Zunächst der qualifizierte Bebauungsplan, der Angaben über Art und Bemaßung von baulichen Anlagen eine Aussage trifft, sowie über Grundstücksflächen und Verkehrsflächen. 
  5. Sind die Angaben nicht vollständig, spricht man von einem einfachen Bebauungsplan. 
  6. Die fehlenden Angaben richten sich dann nach der Eigenart des baulichen Umfeldes sowie nach den örtlichen und der Landesbauordnung, um eine Genehmigungsfähigkeit zu gewähren.
  7. Wie wichtig ein Bebauungsplan ist, sollen folgende kleine Beispiele als Auszug verdeutlichen. Die Grundflächenzahl GRZ gibt Auskunft über die Anzahl der Vollgeschosse. Ist eine GRZ mit 0,4 bezeichnet, sind höchstens 40 Prozent der Grundstücksfläche zu bebauen. 
  8. Die Abkürzung GFZ steht für Geschossflächenzahl. Wenn eine GFZ mit 0,8 ausgewiesen ist, darf die Fläche der Vollgeschosse 80 Prozent der Grundstücksfläche nicht überschreiten.

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