Foto: Shutterstock.com

Was ist entionisiertes Wasser? - Eine Erklärung

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Für viele technisce Geräte und zu anderen Zwecken wird entionisiertes Wasser benötigt.

Im Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, befinden sich neben den Wassermolekülen noch einige andere Stoffe, die für bestimmte technische Einrichtungen oder im Bereich des Gesundheitswesens entfernt werden müssen. Sogenanntes entionisiertes Wasser wird auch häufig mit destilliertem Wasser oder demineralisiertem Wasser verwechselt. Sicher gibt es zahlreiche unterschiedliche Verfahren, um das Wasser zu reinigen oder die erhaltenen Ionen zu entfernen.

Hintergrundinformationen

  • Demineralisiertes Wasser wird häufig auch als entionisiertes oder deionisiertes Wasser bezeichnet. Bei diesem Wasser wurden die noch enthaltenen Ionen entfernt. Es wird häufig als Betriebsstoff in technischen Einrichtungen verwendet. So wird dieses Wasser beispielsweise im Kühlmittelkreislauf von Kraftwerken eingesetzt.
  • Im Quellwasser, wie es beispielsweise aus Wasserquellen gewonnen wird, befinden sich neben den eigentlichen Wassermolekülen noch zahlreiche Salze und Mineralien. Dieses Wasser wird häufig auch als Mineralwasser bezeichnet. Es enthält somit nicht nur die bekannten Wassermoleküle (H2O), sondern wesentliche weitere Bestandteile.
  • In besonderen technischen Einrichtungen ist es jedoch erforderlich, diese weiteren Bestandteile im Mineralwasser zu entfernen, da diese sonst die Funktion der technischen Einrichtungen erheblich beeinträchtigen können.
  • Unter den weiteren Bestandteilen befinden sich beispielsweise Ionen. Bei diesen handelt es sich um nicht neutrale Elementarteilchen. Batterien beispielsweise würden diese geladenen Elementarteilchen die Funktion der Batterie wesentlich beeinträchtigen. Daher wird in solchen Batterien auch das auf ganz bestimmte Weise gereinigte Wasser verwendet.
  • Wie Sie möglicherweise wissen, besitzt Wasser eine gewisse elektrische Leitfähigkeit. Eben diese Leitfähigkeit kommt auch durch die Verunreinigungen in haushaltsüblichen Wassern zustande.
  • Bei der Entionisierung werden die Bestandteile im Wasser entfernt, die für diese Leitfähigkeit im Wesentlichen verantwortlich sind. Darunter befinden sich beispielsweise auch die enthaltenen Ionen.
  • Auch aus diesem Grunde liegt es nahe, den Reinheitsgrad des Wassers zu bestimmen, indem dessen elektrische Leitfähigkeit gemessen wird. Anhand der elektrischen Leitfähigkeit ist es relativ gut möglich, den Grad der Reinigung des Wassers zu bestimmen.
  • Neben dem Einsatz in technischen Einrichtungen wird entionisiertes Wasser auch in Bereichen der Medizin und der Chemie eingesetzt.
  • Außer dem entionisierten Wasser gibt es noch das destillierte Wasser und das sogenannte Reinstwasser. Unterschieden wird zwischen diesen Wasserarten ebenfalls aufgrund der elektrischen Leitfähigkeit.
  • Das eben erwähnte Reinstwasser wird beispielsweise für die Herstellung von Medikamenten oder in Infusionsflüssigkeiten benötigt. Ein weiteres Anwendungsgebiet für dieses Wasser ist beispielsweise auch der Herstellungsprozess von elektronischen Bauteilen oder Solarzellen.
  • Trotz der Entionisierung sind aber auch diese Wasserarten immer noch zu einem mehr oder weniger geringen Wert elektrisch leitfähig. Eine Wassersorte, die ohne jede elektrische Leitfähigkeit ist, gibt es nicht.
  • Sowohl die Entionisierung als auch viele weitere Reinigungsprozesse für das Wasser finden durch den Prozess des sogenannten Ionenaustauschs statt. Hierbei handelt es sich um eine gängige Methode der Wasserreinigung.

Kommentare