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Was kann man gegen Schimmelpilzbefall in Haus und Wohnung tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
erade innerhalb von Gebäuden und Räumen sind Schimmelpilze immer gefahrenvolle Mitbewohner.

Schimmelpilze sind im Grund genommen nur Bestandteile der Umwelt, deren Sporen allerdings überall bei extremer Nässe zu finden sind und sich rasend schnell vermehren. Sobald die Konzentration der Sporen überhandnimmt, kann es zu gesundheitlichen Schwierigkeiten für den Menschen kommen. Gerade innerhalb von Gebäuden und Räumen sind Schimmelpilze immer gefahrenvolle Mitbewohner, die keiner haben möchte.

Bitte beachten

  • Versteckte Nässe, die zu spät erkannt wurde, ist der Hauptgrund, weshalb überhaupt Schimmel entstehen kann. 
  • Oftmals entsteht diese Staunässe durch undichte Dächer, Dachrinnen, defektes Mauerwerk, Rohrbrüche und Überschwemmungen, die letztendlich nicht ausreichend ausgetrocknet wurden. 
  • Genauso gefährdet sind neue luftdichte Gebäude, die nicht ausreichend tagtäglich belüftet werden – auch hier kann es schnell zu einem Schimmelbefall kommen, dieser wird jedoch meistens ausgelöst innerhalb des Hauses vom Kochdunst, übermäßigen Nebelschwaden beim Baden und Duschen und unzureichender Lüftung.

Tipps gegen den Schimmel

  1. Der auf den ersten Blick erkennbare Schimmelbefall bildet in der Regel oftmals nur die Spitze des Eisbergs der zum Vorschein kommt bei genaueren Betrachtung und Entfernung der Oberfläche. 
  2. Möbel gehören grundsätzlich nicht an Außenmauern aufgebaut, da es hier verstärkt zur Nässe und Feuchtigkeitsstau kommen kann, was letztendlich zum verdeckten Schimmelbefall führt. 
  3. Bevor der Schimmelbefall an Tapeten, Bodenbelägen oder Holzverkleidungen ganz entfernt werden soll, muss dieser zunächst mit entsprechenden Mitteln behandelt werden, ansonsten werden die Schimmelsporen durch Abreiben oder Abschleifen aufgewirbelt und verpesten die Luft zusätzlich - erst danach können die befallenen Teile entfernt werden. 
  4. Bei kleineren nassen Flächen werden die Sporen mit 80%igem Spiritus entfernt und bei trocknen Stellen mit 70%igem. 
  5. Größere Stellen ab ca. ½ m² sollten unbedingt von einem Fachmann entfernt werden. 
  6. Bei der Eigenentfernung wird der Schimmel zunächst ausreichend mit Spiritus benetzt und die zu entfernenden Teile wie Tapete, Holz oder Bodenbelag in einem Plastiksack luftdicht verstaut und entsorgt. 
  7. Nunmehr erfolgt eine zweite Behandlung mit Spiritus auf der darunterliegenden Stelle.
  8. Überall wo sich Schimmel in der Vergangenheit gebildet hat, dürfen in Zukunft keine organische Stoffe mehr auf- und angebracht werden – Tapeten, Holz und Co sind dann ab sofort tabu. 
  9. Die Flächenbehandlung erfolgt mit Silikat, Kalkfarbe und Kalkstreichputz – allerdings sollte man diese Gefahrenquelle weiterhin genau beobachten, um bei Bedarf sofort wieder eingreifen zu können.
  10. Kostenlose Informationsbroschüren in Sachen Schimmelbefall in den eignen vier Wänden gibt es beim Umweltbundesamt oder im Internet auf zahlreichen Webseiten.

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