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Was muss ich beim Eigenheim-Kauf beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:11
Egal ob man sich nun ein Eigenheim kauft oder frisch erbaut, die Regeln bleiben dieselben.

Den Traum vom Eigenheim haben viele Menschen. Die eigenen vier Wände zu haben und alles nach seinem Gusto einrichten zu können. Egal ob man sich nun ein Eigenheim kauft oder frisch erbaut, die Regeln bleiben dieselben.

  • Stellen Sie einen Finanzierungsplan auf. Erkundigen Sie sich nach staatlichen Förderungen für Ihr Vorhaben. Prüfen Sie genau, ob Sie sich den Kauf überhaupt leisten können und spielen Sie alle Eventualitäten durch.
  • Wer vorsorgt hat nachher weniger Ärger. Bedenken Sie den Abschluss einer Eigenheimversicherung. Holen Sie Informationen darüber ein, wann und ich welcher Höhe eine Deckung bei Schäden stattfindet.
  • Wollen Sie selbst ein Haus bauen und beauftragen dafür eine Fertighausfirma, achten Sie auf die Firmengeschichte. Junge Firmen können dabei misstrauisch machen. Prüfen Sie, ob der Inhaber bereits eine Insolvenz hinter sich hat. Es gab in letzter Zeit viele Fälle, wonach ein Bauträger während des Auftrags in die Insolvenz ging und die Bauherren mit einem halbfertigen Haus zurückließ.
  • Bei einer Renovierung eines alten Hauses lassen Sie zunächst ein Gutachten über die Bausubtanz anfertigen. Sorgen Sie dafür, dass alle Mängel aufgelistet werden und wägen Sie ab, ob sich eine Renovierung überhaupt lohnt.

  • Kapital
  • Gutachten
  • Versicherung

Wichtige Tipps beim Eigenheim-Kauf

  1. Suchen Sie den richtigen Platz für Ihr Eigenheim aus. Dabei empfiehlt es sich vorab mit den möglichen neuen Nachbarn zu sprechen. Sie wissen genau, wann das letzte Hochwasser war, wie es um die Sturmgefahr steht und wie hoch das Grundwasser steht. Dabei empfiehlt es sich, mit älteren Menschen zu reden, die schon längere Zeit in der Umgebung leben. Sie haben schon Einiges erlebt und kennen Informationen, die Ihnen der Verkäufer niemals Preis geben würde.
  2. Gehen Sie mit dem Gutachter jeden Winkel durch. Nur so ist gewährleistet, dass man in den ersten Jahren vor Schäden bewahrt ist. Ist etwa der Keller gut gegen eindringendes Wasser geschützt? Weißt das Dach eine gute Isolierung auf?
  3. Lassen Sie alle Mängel beheben, bevor sie einen Vertrag unterzeichnen. Erst wenn der Gutachter grünes Licht gibt, sollten Sie Ihre Unterschrift setzen.
  4. Geben Sie den Vertrag einem auf Immobilienrecht spezialisierten Anwalt. Finden sich etwa versteckte Haftungsausschlüsse darin, sollten Sie vorsichtig werden.
  5. Schließen Sie eine Eigenheimversicherung ab. „Nur so sind Sie gegen Schäden durch Unwetter abgesichert. Im Rahmen dieser wird Ihnen für den Fall der Fälle eine Ersatzunterkunft gestellt. Diese Versicherung greift bereits in der Bauphase. Nehmen wir an, die Wohnfläche beträgt 350m2 inklusive Keller.  Die monatliche Versicherungsprämie beträgt dann 85,22. Mit dieser monatlichen Bezahlung ergibt sich eine Eigenheim Versicherungssumme von € 840.000“, rechnet Versicherungs-Experte Herr Brockhaus mit dem ERGO Versicherungsrechner.
  6. Vergessen Sie nicht die Behördengänge. Lassen Sie einen Grundbucheintrag vornehmen oder eine Änderung einleiten.

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