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Was sind eigentlich Holzpellets?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Wir alle haben den Begriff „Pellets“ wahrscheinlich schon einmal gehört.

Wir alle haben den Begriff „Pellets“ wahrscheinlich schon einmal gehört und sie vermutlich auch schon einmal selbst in der Hand gehalten oder sogar verwendet. Doch wenn es darum geht zu erklären, worum es sich bei jenem Begriff überhaupt handelt, geraten die meisten womöglich ins Schwitzen.

Was sind Pellets?

„Pellet“ ist ein Begriff aus dem Englischen, der für „Bällchen“ oder „Knäuel“ steht und drückt lediglich die Beschaffenheit bzw. die Form des Objektes aus.

Die Objekte stellen kleine Körper dar, die aus verdichtetem Material in Kugel- oder Zylinderform bestehen. Die Materialien können sich dabei stark unterscheiden, da eine riesige Bandbreite an Elementen in diese Form gepresst werden kann. Die wohl bekanntesten und im Alltag am meist verwendeten Pellets sind Holzpellets. Vor allem Pellets aus Biobrennstoff haben die in den letzten Jahren stark an Beliebtheit zugenommen. 

  • Besonders geeignet sind Pellet-Heizsysteme für Einfamilienhäuser, die über ausreichend Platz im Keller verfügen, da dieser für die Lagerung des Brennstoffs benötigt wird.
  • Die Anschaffung einer Pelletheizung und der hierfür benötigten Heizanlage sind zunächst mit einer großen Investition verbunden, die vom jeweiligen Anbieter abhängt. Ein spezieller Pelletsofen muss hierfür eingerichtet werden.
  • Ist die Anlage aber eingerichtet, so sind die geringen Anschaffungskosten für Pellets ein sehr gutes Argument für diese Heizform.
  • Informieren Sie sich im Vorfeld unbedingt auch, ob Sie eine staatliche Förderung bekommen, da erneuerbare Energieformen auch staatlich gefördert werden.
  • Stellen Sie vor dem Kauf von Pellets sicher, dass Sie einen geeigneten Lagerraum für die diese haben: Für die Lagerung von Holzpellets eignen sich etwa flexible Silos und Lager-Behälter aus technischen Gewebe besonders gut, da dieses staubdicht und elektrostatisch ableitfähig ist. Der Aufbau flexibler Silos erfolgt schnell und die Kosten werden gering gehalten.
  • Die Einrichtung einer Bunkeranlage hingegen, etwa im Hauseigenen Keller, nimmt ungefähr zwei Tage in Anspruch. Zusätzliche Kosten entstehen hierbei außerdem durch die dafür notwendigen Statikberechnungen, Materialkosten, Isolierung und staubdichte Verkleidung des Bunkers.
  • Bei flexiblen Silos und auch bei fixen Bunkeranlagen ist besonders Wert auf die Qualität des verwendeten Materials zu legen, damit es zu keiner Kondenswasserbildung kommt.
  • Empfohlen wird außerdem alle paar Jahre eine professionelle Pellets Lagerreinigung durchführen zu lassen.
  • Beachten Sie beim Heizen außerdem, die Wohnräume nie komplett auskühlen zu lassen und stoß zu lüften. So verteilt sich die Wärme optimal.

Die „Pelletierung“ dient der Aufbereitung von Brennstoffen (Holzpellets) oder der Konditionierung von Rohstoffen. Bei der Herstellung dieser Pellets aus diversen Materialien sind die Verfahrensschritte stets sehr ähnlich:

  1. Am Anfang des Prozesses steht das Trocknen des Ausgangsproduktes, welches oft ein sehr energieaufwendiges Verfahren ist.
  2. Daraufhin wird das Material gemahlen, wenn es sich dabei z.B. um das Verarbeiten größerer Holzstücke handelt.
  3. Das Rohmaterial wird dann mittels Walzen durch eine Matrize (Matrizenpresse) gepresst. Somit wird erreicht, dass das Material gleichmäßig und fest verdichtet wird. Bei Rohstoffen, die trotz Pelletierung nicht fest zusammen halten, werden Bindemittel verwendet.
  4. Nach diesen Schritten kommt schließlich das Abkühlen und Lagern des Endproduktes, wodurch es seine endgültige Festigkeit erhält.

 

  • Die Pellets bieten den Vorteil, dass sie zum einen aufgrund ihrer Form und Verarbeitung eine höhere Schüttdichte aufweisen. Das bedeutet, dass die Dichte in Form dieser Pellets größer wird, da die Hohlräume zwischen den Partikeln nahezu komplett ausgefüllt werden. Lager- und Transportaufwand werden dadurch deutlich geringer. Ein weiterer Vorteil ist, dass Staubentwicklung bei der Lagerung vermieden wird.
  • Auch ist die Transportfähigkeit ein großes Plus. Sie können von einem LKW in jegliche Lagerbauten und Vorratssilos, schnellstmöglich mittels Einblasen durch Schläuche bzw. Röhren befördert werden.
  • Haben Sie alle Vorkehrungen getroffen, so können Sie ruhigen Gewissens ihr Eigenheim einheizen. Pellets hinterlassen als Naturprodukt keine Rückstände und sind somit eine ausgezeichnete Alternative zu den üblichen Öl- und Gasheizungen.
  • Dies ist ein Gastbeitrag von Manuel Preiss, Experte für Pellets / Lagerhaus.

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