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Was sollte man bei der Anschaffung einer Fotovoltaikanlage beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Mit einer Fotovoltaikanlage werden Sonnenstrahlen mittels Solarzellen in elektrische Energie...

Mit einer Fotovoltaikanlage, auch PV-Anlage genannt, werden Sonnenstrahlen mittels Solarzellen in elektrische Energie umgewandelt. PV-Zellen können selbst an bewölkten Tagen Strom erzeugen. Solarstromanlagen liegen derzeit voll im Trend, so sind in Deutschland zurzeit Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 17.000 Megawatt installiert. 
Die Installation einer solchen Anlage bietet viele Pluspunkte, wie beispielsweise die Erzeugung von sauberem Strom oder enorme Einsparungen bei der monatlichen Stromrechnung. Man sollte aber auf keinen Fall blauäugig an die Installation einer PV-Anlage herangehen, sondern die unten folgenden Punkte beachten.

  1. Zuallererst müssen alle finanziellen Faktoren bedacht werden. Die Anschaffungskosten für einer PV-Anlage sind in der Regel sehr hoch, daher wird man sie in den wenigsten Fällen zur Gänze mit Eigenkapital finanzieren können. Klären Sie deshalb ab, welche Finanzierungsmöglichkeiten es für Sie gibt, welche Förderungen oder steuerliche Begünstigungen Sie eventuell in Anspruch nehmen können. Um die anfänglich sehr hohen Kosten zu umgehen, wäre vielleicht auch Leasing eine Option? Des Weiteren sollten Sie die Fotovoltaikanlage unbedingt versichern lassen.
  2. Ein zweiter wesentlicher Faktor, ist die Beachtung aller baulichen Aspekte. Wie viele Fotovoltaikmodule und vor allem welche Art von Modul benötigt man? Befinden sich Bäume oder Gebäude in der Nähe, die die Solarmodule verdecken könnten? Wie ist die Statik meines Daches beschaffen? Wie müssen elektrische Kabel verlegt werden, welche Netzeinspeisegeräte und Wechselrichter brauche ich für meiner Anlage?
  3. Bevor man sich nun in das Abenteuer Fotovoltaikanlage stürzt, sollte man sich aber auch die Nachteile vor Augen führen. So kommt es beispielsweise in vielen Fällen zu Schwierigkeiten mit dem Wechselrichter. Ist dieser nicht mehr unter Garantie, kann das Auswechseln ganz schön teuer kommen. Wechselrichter können nämlich bis zu 2.500 Euro kosten. Ebenso zu bedenken gilt, dass Module nach 20 bis 25 Jahren nur mehr etwa 80 Prozent Leistung bringen.
  4. Mit Hilfe von Solaranlagen kann man Stromeinsparungen von bis zu 40 % pro Haushalt und Jahr erzielen. Risiken gibt es, diese kann man aber durch gründliche Vorarbeit stark minimieren - planen Sie Ihre Finanzierung im Detail, versichern Sie die Anlage und berücksichtigen Sie alle baulichen Aspekte!

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