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Was tun mit alten Kerzen? - Tipps & Tricks

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:58
Und die Reste lassen sich durchaus noch verwerten.

In den Jahrhunderten, bevor es elektrischen Strom gab, waren Kerzen und im frühen 19. Jahrhundert auch Petroleumlampen die einzige Möglichkeit, bei Dunkelheit Licht ins Haus und auf die nächtlichen Wege draußen zu bringen. Heute dient Kerzenlicht mehr der Dekoration bei festlichen Anlässen, als zur Beleuchtung, denn damals wie heute verbreitet Kerzenlicht einen ganz eigenen Charme. Früher war es auf dem Lande sogar üblich, sich seine Kerzen selber herzustellen, bei Hausschlachtungen aus Rindertalg. Die heutigen Kerzen sind meist aus sogenannten Stearin, es gibt aber auch Bienenwachskerzen. Überhaupt ist das heute noch erhältliche Sortiment an Kerzen unerschöpflich - für jeden Anlass die passenden Kerzen, ob für eine festliche Tafel, den Weihnachtsbaum, eine Grab-Oder Schmucklaterne, Kinderlaternen, oder einfach zur Zierde in der Wohnung. Und die Reste lassen sich durchaus noch verwerten.

  • Kerzenwachs nie direkt auf der Herdplatte oder über offener Flamme erhitzen. Brandgefahr!
  • Wasser erhitzen und darin den Behälter mit dem Kerzenwachs erwärmen.
  • Brennendes Wachs nie mit Wasser löschen! Explosionsgefahr! Heizquelle abstellen, brenndendes Wachs abdecken, abkühlen lassen.

  • Eine alte Konservendose zum Einschmelzen des Wachses, ein Topf zum Erhitzen von Wasser, Kerzendochte, Gießformen, leergebrannte Teelichtbehälter mit Dochtbefestigung, Hitzeschutzhandschuh oder Topflappen.

  1. Kerzenform vorbereiten, Docht einspannen.
  2. In einem Topf das Wasser erhitzen, Konservendose mit den Wachsresten darin erwärmen. Es ist von Vorteil, den oberen Rand der Dose so zu biegen, dass eine Art Ausgießer entsteht. Sobald das Wachs vollständig flüssig ist, in die vorbereitete Form gießen und erkalten lassen.
  3. Man kann auch leergebrannte Teelichter verwenden. Vor dem Gießen muss nur ein neuer Docht an der im leeren Teelichtbehälter noch vorhandenen Dochtbefestigung angebracht werden. So erhält man aus Wachsresten neue Teelichter.
  4. Eine andere Möglichkeit ist das sogenannte Kerzentauchen. Dabei wird das Kerzenwachs nicht in einer Dose erhitzt, sondern direkt auf der Oberfläche des heißen Wassers.
  5. Wachs und Wasser vermischen sich nämlich nicht, und das Wachs schwimmt immer oben, da es eine geringere Dichte hat, als Wasser.
  6. Zunächst wird der Docht, am besten gleich mehrere, vorsichtig in der auf der Wasseroberfläche schwimmenden Wachsschicht mit Wachs getränkt.
  7. Ist dieses Wachs fest, taucht man den Docht kurz durch die Wachsschicht in den Behälter mit heißem Wasser. Beim Herausziehen bleibt eine dünne Wachsschicht haften, aber kein Wasser, da Wachs und Wasser sich nicht mischen.
  8. Dann nimmt man den nächsten Docht und verfährt genauso, bis man wieder beim ersten Docht angelangt ist, dessen erste Wachsschicht nun fest ist.
  9. Diese Prozedur, Eintauchen, Aushärten wiederholt man so lange, bis nach und nach eine dicke Kerze entsteht.
  10. Den Wachstropfen, der unten an der Kerze entsteht, schneidet man ab und schmilzt ihn wieder ein.
  11. Kerzendochte und Gießformen sollten eigentlich in Hobby- und Bastelläden erhältlich sein, vielleicht wird man aber auch in dem einen oder anderen Onlineshop fündig.

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