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Was versteht man unter Ökostrom?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Ökostrom - dieser Begriff ist schon seit einiger Zeit in aller Munde.

Ökostrom - dieser Begriff ist schon seit einiger Zeit und nicht erst seit der Energiewende in aller Munde. Was ist das eigentlich? Bezieht derjenige, der einen Ökostromanbieter hat, anderen Strom als derjenige, der einen herkömmlichen Tarif nutzt? Was ist eigentlich grüner Strom und gibt es wirklich Unterschiede zwischen den vielen Angeboten, die auf dem Strommarkt sind? Was sind die Energietrends der Zukunft, welche uns noch erwarten?

Wichtige Hintergrundinformationen zur Nutzung von Ökostrom

  • Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass der Strom, den ein Haushalt bezieht, letztlich nicht auf eine ganz bestimmte Quelle zurückzuführen ist. 
  • Alle Energieerzeuger sorgen mit ihren Kraftwerken dafür, dass eine Art "Stromsee" entsteht, in dem Elemente aus Atomkraft, Kohle, Wind-, Wasser- und Sonnenenergie vorhanden sind und aus dem die Haushalte und die Industrie den Strom beziehen. 
  • Sind Angebote für Ökostrom oder grünen Strom deshalb letztlich nicht mehr als ein Etikettenschwindel? Klare Antwort: Nein. 
  • Denn jeder Stromanbieter muss den Strom, den seine Kunden verbrauchen, auf dem Strommarkt von den Erzeugern einkaufen. Und auf dem Strommarkt besteht eine Auswahl dahingehend, von welchen Kraftwerken der Strom erzeugt wird.
  • Wer grünen Strom bezieht, bezahlt mit seinem Geld also nur für Energie, die regenerativ erzeugt wurde.
  • Allerdings sollten VerbraucherInnen bei einem Ökostromvergleich sehr genau darauf achten, ob der jeweilige Tarif mit anerkannten Kennzeichnungen für Ökostrom ausgestattet ist. 
  • Dies sind zum Beispiel das OK-Power-Label, Grüner Strom Label oder das TÜV-Siegel. Ökostromtarife, ohne diese Auszeichnungen beruhen oft auf so genannten RECS-Zertifikaten, die eine "Umetikettierung" von Graustrom erlauben. 
  • Stromtarifvergleiche gibt es im Internet wie Sand am Meer. Bei den meisten Vergleichsportalen ist eine Einschränkung der Ökostromangebote in Bezug auf diese Qualitätssiegel möglich.

Wie verläuft eigentlich ein Wechsel zu Ökostrom?

  1. Ganz einfach: Wer zum Beispiel in einem Internetvergleichsportal auf ein passendes Angebot gestoßen ist, kann - ebenfalls über das Internet - den Wechsel mit wenigen Klicks perfekt machen. 
  2. Neben persönlichen Angaben muss man meist nur die Nummer des eigenen Stromzählers anführen, der sich aus der letzten Stromrechnung des alten Anbieters unschwer entnehmen lässt. 
  3. Die Kündigungsformalitäten beim bisherigen Vertragspartner übernimmt in aller Regel der neue Stromanbieter. Und auch eine Unterbrechung der Stromversorgung muss nicht befürchtet werden. 
  4. Denn rein physikalisch vollzieht sich der Strombezug unverändert weiter. Praktisch unterscheidet sich der Strom eines Ökostrombeziehers nicht von dem seiner Nachbarn, die kein Ökostromangebot nutzen. 
  5. Entscheidend für den Unterschied ist, für welche Energieerzeugung das bezahlte Geld verwendet wird.

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