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Was wird bei einem Gassicherheitscheck gemacht?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Als Besitzer oder Betreiber einer Gasanlage sind Sie dazu verpflichtet, jedes Jahr eine Sichtprüfung durchführen zu lassen.

Erdgas ist einer der beliebtesten Energieträger in Österreich, ca. ein Drittel aller Haushalte sind an das Erdgasnetz angeschlossen und nutzen es als Energiequelle. Hinsichtlich des Umgangs mit Erdgas muss man sich heutzutage keine Sorgen mehr machen, da eine regelmäßige Überprüfung gesetzlich vorgeschrieben ist und dadurch für zuverlässige Sicherheit gesorgt wird. Das Gassicherheitsgesetz ist in Österreich auf Landesebene geregelt, hier sieht zum Beispiel das niederösterreichische Gassicherheitsgesetz einen Gassicherheitscheck vor, der mindestens alle 12 Jahre durchgeführt werden muss. Für diesen Check sollten Sie ausschließlich Experten engagieren, diese stellen bei der Überprüfung fest, ob Altersschäden, Rost, Undichtigkeiten oder unsachgemäße Eingriffe von Laien, eventuell die Sicherheit beeinträchtigen könnten und beheben gegebene Probleme meist rasch und effizient.

 

Bei einem Gassicherheitscheck wird die komplette Gasanlage, diese umfasst alle Leitungsverläufe  einschließlich aller Gerätezuleitungen als auch die einzelnen Gasgeräte inkl. Abgasabführung im Gebäude, überprüft. Damit auch unzugängliche Leitungsabschnitte untersucht werden können, nehmen die Fachleute eine Dichtheitsprüfung mittels Wassersäulenmanometer sowie einem elektronischen Messgerät vor. Bei den Gasgeräten werden sowohl Aufstellbedingungen, als auch der aktuelle Gerätebestand untersucht und im Zuge dessen wird beurteilt, ob eine ausreichende Verbrennungsluftzuführung gegeben ist. 

 

Die ausreichende Verbrennungsluft für ein raumluftabhängiges Gasgerät der Bauart B1 kann mittels Messverfahren (Luftzahl- oder Differenzdruckmessung), aber auch rechnerisch ermittelt werden. Der Gassicherheitscheck kann von Fachleuten aus Sanitär-, Heizungs- und Klima-Innungsfachbetrieben mit uneingeschränkter gewerblicher Gastechnikberechtigung durchgeführt werden. Der Verbrennungsluftnachweis kann von einem befugten Fachkundigen (Installateur oder Rauchfangkehrer mit entsprechender Berechtigung) erbracht werden.

 

 

Im Schadensfall zu empfehlen: Die Dokumentation

  • Kommt es zum Schadensfall, hilft dem Hauseigentümer eine detaillierte Dokumentation dabei, sich gegen Schadensersatzansprüche Dritter zu wehren.
  • Nach dem Gassicherheitscheck erhalten Sie ein Prüfungsprotokoll, das alle wichtigen Daten und Messwerte enthält. Bewahren Sie dieses Dokument sorgfältig auf, damit Sie für den Ernstfall versicherungstechnisch abgesichert sind.
  • Das Heizen mit Gas ist heutzutage sehr beliebt und komfortabel. Man kann sich im Umgang damit bei richtiger Wartung sehr sicher fühlen.

Gassicherheitscheck Leistungen:

  • Überprüfung aller Gasleitungen und Gasgeräte im Haus
  • Gasgeräte: Eignung des Aufstellraumes, Gasdichtheit und visuelle Sichtung
  •  Überprüfung der Verbrennungsluftzuführung
  • Abgasabführung: Funktionsprüfung der Abgasklappe (sofern vorhanden), Überprüfung auf Abgasrückstau und visuelle Beurteilung
  • Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen
  • Überprüfung der Gasdichtheit der Leitungen mittels Wassersäulenmanometer oder elektronischem Messgerät
  •  Dokumentation über die Gebrauchsfähigkeit der Gasanlage. Die Beurteilung ist jedoch nur mit einem elektronischen Messgerät möglich.

 

Vorteile des Gassicherheitschecks:

  • höhere Sicherheit für die Bewohner
  • Früherkennung von Schäden
  • geringere Reparaturkosten
  • Vermeidung von Folgeschäden
  • Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung (Gassicherheitsgesetz)

 

Hinweise für Hausbesitzer:

  • Wartungsverträge für Gasgeräte und Gasleitungen abschließen.
  • Auf sachgemäßen Umgang mit Gasgeräten und Gasleitungen achten.
  • Mindestens alle 12 Jahre Gassicherheitscheck und bei Bedarf Verbrennungsluftmessung durchführen lassen.

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