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Welche Informationen erhält man beim Katasteramt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Wichtig werden diese Informationen bei einem beabsichtigten Kauf oder Verkauf eines Grundstückes.

Das Katasteramt nimmt vor allem die Aufgaben des amtlichen Vermessungswesens war und führt damit das Liegenschaftskataster fort.
Da es sich bei dem Kataster um ein öffentliches Register handelt, kann es von jedem der ein berechtigtes Interesse nachweist eingesehen werden.
Berechtigtes Interesse besteht zum Beispiel dann, wenn es um die Frage der Größe oder der Nutzungsart eines Grundstückes geht. Wichtig werden diese Informationen bei einem beabsichtigten Kauf oder Verkauf eines Grundstückes. Auch Bauherren benötigen entsprechende Daten, um eine Bauvoranfrage bzw. einen Bauantrag stellen zu können.

  • Alle Auskünfte des Katasteramtes sind gebührenpflichtig.

  1. Das Katasteramt erarbeitet flächendeckende Beschreibungen sämtlicher vorhandener Flurstücke / Parzellen eines Landes.
  2. Der allgemein beschreibende Teil wird dabei als Liegenschaftsbuch und der Teil, der die Karten umfasst wird, als Liegenschaftskarte bezeichnet. 
  3. Wichtig ist die Liegenschaftskarte vor allem um die geometrische Lage, die baulichen Anlagen / Liegenschaften, die Art der Nutzung und die Größe eines Grundstückes zu beschreiben. 
  4. Die Eintragungen zu den baulichen Anlagen/den Liegenschaften gewinnen dann an Bedeutung, wenn es um die Klärung der Fragen zum Bestandsschutz, oder zur Bebauung von Grundstücksgrenzen geht.
  5. Aus diesem Teil ist zum Beispiel ersichtlich, welche Gebiete für die landwirtschaftliche Nutzung, für den Forstbetrieb oder zur Bebauung vorgesehen sind.
  6. Sogar der im Grundbuch eingetragene Eigentümer eines Grundstückes inklusive der Grundbuchblattnummer wird festgehalten.
  7. Bei berechtigtem nachgewiesenem Interesse kann aus dem Katasterkartenwerk der amtliche Bodenschätzwert entnommen werden. Daran lässt sich der ungefähre Wert der Fläche ermitteln.
  8. Des weiteren sind im Kartenwerk des Katasteramtes die räumliche Lage, Form und die Abgrenzung der Flurstücke verzeichnet. Unterschieden werden die einzelnen Flurstücke anhand der Flurstücknummern.
  9. Selbst Fragen zu Grundstücksgrenzen werden durch das Kartenwerk beantwortet, da die Flur- und Gemarkungsgrenzen eingezeichnet sind. Zur leichteren Orientierung werden hier auch die Straßennamen eingetragen.
  10. Im Katasterbuchwerk werden vor allem die genaue Bezeichnung der Flurstücke entsprechend der Gemarkung und der Flur, die Lage (die Adresse), die tatsächliche Nutzungsart und die Größe der Flurstücke verzeichnet. Diese Angaben sind unerlässlich, wenn das fragliche Grundstück verkauft werden soll.
  11. Alle anderen Angaben dienen den Bürgern hauptsächlich dazu die Nutzungsmöglichkeiten der Grundstücke zu klären, und schaffen Rechtssicherheit.
  12. Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure nutzen die Karten des Katasteramtes auch für die Anfertigung amtlicher Lagepläne, und bei geplanten Grundstücksteilungen oder Sonderungen. Als Sonderung wird das Herausmessen eines Grundstückes aus einem anderen Grundstück bezeichnet.

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