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Wie behandelt man eine aufgequollene Holztür?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Aufgequollene Holztüren können mit langsam trocknenden Leimen unter Pressen neu formen.

Holztüren können schnell und ohne weiteres Quellen abtrocknen. Meist sind die gequollenen Stellen von außen zugänglich. Es gibt spezielle Leime, die unter anderem für Spannhölzer optimiert sind, die sich fein in die offene Stelle ziehen und die Hohlräume nahezu vollständig ausfüllen, sofern sie von der Öffnung her zugänglich sind. Manche ziehen auch durch den Spane und ihre ursprüngliche Leimung, meist unter leichtem Anlösen. Kontraktionsleime sind Leime, die bereits beim Einziehen in flüssiger Form ein Zusammenziehen der Spane, bewirken. Sie müssen dennoch gepresst  werden, weil die Quellung starke Kräfte hat, die ein leimendes Material nicht überwinden kann.. Es ist Geschichte, dass fast jeder Ort einen Schreiner hatte, und so geht das ehemals weit verbreitet Wissen um den Umgang mit Holz immer mehr verloren. Gequollenes Holz neu zu verleimen war nichts Besonderes. 

  • Es lässt sich schwer bestimmen, wie viel Kontraktionsleim verbraucht werden wird. Füllen Sie die Stelle solange, bis sie keinen weiteren Leim mehr aufnimmt. Profis lassen diesen Prozess der Leimung einige Zeit laufen.
  • Je mehr Leim in das gequollene Holz eingezogen ist, um so besser wird die Pressung und die Tür danach wieder sein. Bedenken sie, an den unteren Enden sind Holztüren gegen Quellung besonders empfindlich und schwer pressbar, weil hier Fugen eingesägt sind, die Zugluft und Lärm von draußen verhindern sollen.
  • Die gepresste und getrocknete Holztür sollte ihre ursprünglichen Maße wieder annehmen oder sie schleifen das Übermaß angemessen ab, sodass die Holztür wieder passt und sich problemlos ohne Geräusch schließen und öffnen lässt. Die Leimung weist in Zukunft das Wasser ab oder sie versiegeln die Holztür mit einem wasserdichten Lack.
  • Die Lackierung muss unbedingt fehlerfrei sein, damit das Wasser auch nicht wieder in die Holztür zieht.

  • Langsame trocknende Kontraktionsleime gegen Quellung in Holzspanplatten, ebene Platten und Zwingen zum Zusammenpressen.
  • Pinsel oder Malerausrüstung für die wasserdichte Versiegelung, Schmirgelpapiere und Werkraum zum Ausführen der Sanierung, Renovierung.
  • Manche Hersteller bieten ein Kit zum Einpressen der Leime an.

Aufgequollene Holztür behandeln

  1. Krontraktionsleim beschaffen.
  2. Holztür über die gequollene Öffnung oder gequollenen Öffnungen leimen oder eine Öffnung schaffen über die geleimt werden kann.
  3. Kontraktionsleim einziehen lassen.
  4. Nach dem Einziehen die gequollene Stelle in Form pressen mit Zwingen und ebenen Platten.
  5. Getrocknete Holztür auf Maß schleifen falls notwendig.
  6. Holztür mit wasserdichtem und - abweisendem Lack behandeln und versiegeln.
  7. Holztür wieder verwenden.
  8. Es kann sein, dass Sie je nach verwendetem Leim und Lack mehrfach einen oder mehrere der Schritte wiederholen müssen.

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