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Wie beizt man Holz?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Durch das Beizen ist es möglich, einer Holzoberfläche den nötigen Schutz zu bieten.

Wenn Holz in unserer Umgebung stärkeren Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, wäre es schön, wenn man es davor schützen könnte. Durch das Beizen ist es möglich, einer Holzoberfläche den nötigen Schutz zu bieten. Darüber hinaus kann der Farbton des Holzes mit Beize verändert werden, ohne die natürliche Holzmaserung zu überdecken. Dadurch lassen sich auch verschiedene Holztöne auf einer Oberfläche farblich angleichen, oder der Kontrast der Maserung verstärken. Wie man richtig beizt, wird im Folgenden gezeigt.

  • Beize (farblos oder farbig)
  • Klarlack falls gewünscht
  • Pinsel
  • Schwamm
  • Messingbürste
  • normale Bürste
  • Schleifpapier mit 100er Körnung

  1. Vorbereitend muss die zu beizende Oberfläche mit dem Schleifpapier ordentlich abgeschliffen werden. Wenn dies getan ist, feuchtet man die geschliffene Oberfläche mit warmem Wasser an, damit sich die Fasern des Holzes aufrichten. Nun muss das Holz etwa 5 Stunden trocknen.
  2. Anschließend wird mit Hilfe des Pinsels die Beize entlang der Maserung aufgetragen. Bei Hirnholz ist zu beachten, dass es mehr Beize aufnimmt und somit dunkler wird. Wenn die Stelle vor dem Beizen noch einmal mit Wasser befeuchtet wird, kann sie weniger Beize aufnehmen und wird somit nicht so dunkel.
  3. Nachdem die Beize schon etwas in das Holz eingedrungen ist und nicht mehr auf der Oberfläche schwimmt, wird sie jetzt mit dem Pinsel quer zur Maserung verrieben. Dabei sollte sorgfältig gearbeitet werden um ungleichmäßige Pinselabdrücke zu vermeiden.
  4. Nach etwa zwei Minuten kann mit Hilfe des Schwamms die überschüssige Beize vom Holz entfernt werden. Dabei zieht man den Schwamm in Richtung der Maserung über das Holz.
  5. Für Holzoberflächen, die besonders gut geschützt werden sollen, empfiehlt es sich, die Beize mit der normalen Bürste in Richtung der Maserung einzureiben. Dadurch dringt sie tiefer in die Poren ein.
  6. Abschließend kann für eine besonders glatte und leicht glänzende Oberfläche mit der Messingbürste über das Holz gebürstet werden. Dafür muss die Beize allerdings schon vollkommen trocken sein.
  7. Die gebeizte Oberfläche sollte zum Schluss noch mit einer Lackierung vor Beschädigungen geschützt werden.
  8. Lack verändert den Farbton des gebeizten Holzes jedoch wieder ein wenig. Daher ist es ratsam, vor dem Beizen alle Arbeitsschritte an einem Reststück Holz zu testen.

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