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Wie berechnet man den Energiekennwert?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Mit Hilfe des Energiekennwertes können Sie den Energieverbrauch Ihrer Wohnung berechnen.

Mit Hilfe des Energiekennwertes können Sie den Energieverbrauch Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses besser einschätzen. Daraus kann Ihnen ersichtlich werden, ob und wie viel Einsparpotentiale durch Investitionen in kleinere Maßnahmen oder einer Renovierung stecken. Der Energiekennwert wird dabei immer im Vergleich zu anderen Gebäuden oder Wohnungen gesehen, um bei verhältnismäßig hohen Energiekosten Maßnahmen ergreifen zu können.

  • Häufig findet man auf den Nebenkostenabrechnungen Angaben in Litern [l] bei Öl und Kubikmetern [m³] bei Gas. Diese Werte müssen in der Regel vorher mit 10 multipliziert werden, um die ungefähre Menge an genutzter Energie zu erhalten.
  • Achten Sie darauf den Wasserverbrauch einer Person (und die damit verbrauchte Energie) aus der jährlich verbrauchten Gesamtenergiemenge herauszurechnen! Als Richtwert nutzt man 1.000 kWh pro Person, die nicht in den Energiekennwert mit einfließen sollten. Bei Kindern werden meistens 500 kWh vom Gesamtverbrauch subtrahiert.
  • Weitere Ungenauigkeiten kann z.B. eine an das Warmwasser angeschlossene Waschmaschine erzeugen.

  • Die verbrauchte Energie in kWh (Kilowattstunden) pro Jahr, welche man üblicher Weise mit auf der Gas-, Öl- oder Nebenkostenabrechnung findet. Betreiber einer Wärmepumpe schauen auf deren Stromverbrauch.
  • Die Wohnfläche von Haus oder Wohnung in m² (Quadratmetern).

  1. Um den Energiekennwert zu berechnen dividieren Sie die für die Heizung genutzte Energie (in kWh) durch die Wohnfläche (in m²). Das Ergebnis ist der Energiekennwert (in kWh/m²). Wenn Sie also 2000 Liter Gas verbraucht haben und 80 qm Wohnfläche haben, müssen sie folgende Rechnung machen. 2000 * 10 : 80 = 250 (Energiekennwert)
  2. Also die Menge an Energie, die Sie benötigen, um einen Quadratmeter Ihrer Wohnfläche über ein Jahr zu beheizen.
  3. Sollte Ihr Energiekennwert über 200 kWh/m² liegen, sollte man unbedingt reagieren und in die Energieeffizienz der Wohnung investieren.

Die bekanntesten Varianten sind:

  • Abdichtung der Fenster und Türen mit P-Profilband
  • zeitweise Reduktion der Raumtemperatur mit Hilfe von zeitgesteuerten Thermostaten (z.B. während der Arbeitszeit)
  • zum Schlafen benötigt man nur 16°C Raumtemperatur und das Herunterdrehen der Heizung spart Energie
  • Dämmplatten hinter den Heizkörpern zum Spiegeln der Wärme in Richtung Raum
  • bei feuchten Räumen: Senkung der Luftfeuchtigkeit mit Hilfe eines Luftentfeuchters unter 60% + Reduktion der Raumtemperatur um 2°C.

  Für Hauseigentümer gilt zusätzlich:

  • die Dämmung des Daches und der Fassade
  • der Einbau energieeffizienter Fenster
  • Für die genaue sachgemäße Berechnung und Hinweise zum Energiesparen fragen Sie bitte den Fachmann Ihres Vertrauens.

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