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Wie hoch ist das Energiesparpotenzial bei Sonnenenergie für zu Hause?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Sonnenenergie als Alternative - Die zunehmende Knappheit fossiler Energieträger hat zu einer regelrechten Explosion der Energiepreise geführt.

Die zunehmende Knappheit fossiler Energieträger und der Handel mit ihnen in spekulativer Absicht, haben zu einer regelrechten Explosion der Energiepreise geführt. Allein in Deutschland sind die Strompreise für Privathaushalte seit 2005 um 44 % gestiegen und ein Ende dieser Preisspirale ist nicht absehbar. Im Gegenteil, gerade einkommensschwache Haushalte sehen sich zunehmend mit der Gefahr konfrontiert, dass Energie für sie regelrecht unbezahlbar werden könnte! Kein Wunder also, wenn viele Zeitgenossen auf der Suche nach einem möglichst hohen Energiesparpotenzial bei der Sonnenenergie fündig werden. 

Fact Box

  • Jahresverbrauch 4.500 kWh zu 1.242 Euro.
  • Aufdach-Anlage erzeugt mit Batteriespeicherung 80 % davon selbst (3.600 kWh).
  • Dadurch müssen nur noch 900 kWh aus öffentlichem Netz bezogen werden.
  • Stromkosten pro Jahr mit Aufdachanlage 248,40 Euro.
  • Einsparpotenzial 996,60 Euro pro Jahr bei 3 Personen-Haushalt.

Solarenergie

  • Die Sonne ist die größte bekannte Energiequelle in unserem Sonnensystem. Sie liefert jährlich Sonnenenergie in einer Größenordnung von ungefähr 1,5 mal 10 hoch 18 Kilowattstunden, die auf die Erdoberfläche gelangt und dem 10.000-fachen des gesamten Jahresenergiebedarfes der Menschheit entspricht. Leider steckt die Technik der vollständigen Nutzung dieser gewaltigen Energiemenge durch beispielsweise ein Sonnenkraftwerk noch in den Kinderschuhen.
  • Jede Photovoltaikanlage und jedes Sonnenkraftwerk ist technisch heute noch weit davon entfernt, einen Wirkungsgrad von nahezu 100 % zu erreichen. Dennoch gewinnt die Technik an Bedeutung und trägt bereits heute als stets vorhandene Quelle von nahezu unbegrenzt vorhandenem Energiepotential dazu bei, den Energiehunger der Menschheit zu decken. 
  • So wurde beispielsweise 2013 in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) das Solarkraftwerk "Shams-1" in Betrieb genommen. Sonnenkollektoren, die hier eine Grundfläche von mehr als 2,5 Quadratkilometern bedecken, werden künftig mehr als 20.000 Haushalte mit Energie versorgen. Kein Wunder also, dass auch private Bauherren und Hausbesitzer über den Einsatz von Sonnenkollektoren zur heimischen Energieversorgung nachdenken. Doch zunächst einmal verursacht die Installation einer Sonnenenergie-Anlage auf dem eigenen Dach nur Kosten. Die Frage nach dem Nutzen und nach dem Sparpotenzial einer solchen Anlage stellt sich also! 

Aufdach-Anlagen

  • Die häufigste Form, der in Mitteleuropa durch private Bauherren installierten Sonnenenergie-Anlage ist die Aufdachanlage. Die Dächer vorhandener Wohn- oder Nebengebäude bilden hierbei die Unterkonstruktion der jeweiligen Photovoltaik-Anlage. Auf diese Weise ist auch die höchst mögliche staatliche Förderung des Bauvorhabens möglich, da der Bauherr keine zusätzlichen Flächen zur Installation seiner Photovoltaik-Anlage beansprucht. Entsprechend optimal geneigte Dächer ermöglichen oft sogar den Verzicht auf eine Unterkonstruktion zur Ausrichtung der Panele. 

Wirtschaftlichkeitsberechnung

  • Der durchschnittliche Energieverbrauch eines 3-Personen-Haushaltes an Elektrizität und Strom liegt zwischen 3.700 und 4.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Dies schließt die Nutzung der Warmwasserzubereitung, einer Heizungspumpe und eines Elektroherdes jeweils mit ein. Einen Strompreis von 27,6 Cent pro Kilowattstunde unterstellt, entstehen einem Privathaushalt bei einem Jahresverbrauch von 4.500 Kilowattstunden somit Stromkosten in Höhe von 1.242 Euro pro Jahr. Durch die Installation einer entsprechenden Aufdach-Photovoltaik-Anlage könnte der als Berechnungsgrundlage dienende 3-Personen-Haushalt unter mitteleuropäischen Bedingungen der Sonneneinstrahlung (Tages- und Jahresgänge wurden hierbei berücksichtigt) bis zu 70 % seines Energiebedarfes aus Eigenproduktion per Solaranlage decken! 

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