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Wie lässt sich ein Grundstückswert berechnen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Verschieden Situationen können es erfordern, dass man den Wert eines Grundstücks kennt.
Hierfür gehören zum Beispiel Erbschafts- und Scheidungsauseinandersetzungen, Zwangsversteigerungen, Beleihungen und Versteuerungen. In den meisten dieser Fälle ist es ratsam, einen Gutachter mit der Schätzung zu beauftragen. Allerdings sind diese meistens nicht günstig und es dauert häufig lange, bis das Gutachten vorliegt. Deswegen kann man den Wert seines Grundstückes auch selbst errechnen.

  • Bodenrichtwert (Bauland) x Quadratmeterzahl Bauland + Bodenrichtwert (Hinterland) x Quadratmeterzahl Hinterland

  • Hierfür benötigt man als allererstes den Bodenrichtwert. Dieser wird auf Grundlage der Grundstücksverkäufe in der unmittelbaren Wohngegend ermittelt. Man erfährt diesen bei den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse. 
  • Wesentlich schneller geht es jedoch, wenn man auf Daten aus dem Internet zurückgreift. Die Bodenrichtwerte werden für beinahe jedes Bundesland auch im Internet veröffentlicht. 
  • Der Bodenrichtwert wird meistens pro Quadratmeter angegeben. Um den tatsächlichen Preis des Grundstückes errechnen zu können, muss man also auch die Grundstücksgröße kennen. Ist dies nicht der Fall, kann auf einer amtlichen Zeichnung nachgemessen werden. 
  • Natürlich muss man die erhaltene Daten mit dem angegebenen Maßstab aufrechnen. Die Grundstücksgröße kann man außerdem in Grundbuch einsehen. Allerdings ist es auch möglich, dass das Grundstück in Bau- und Hinterland aufgeteilt ist. 
  • Letzteres ist nicht bebaubar und ist demzufolge auch weniger Wert. Dies ist vor allem bei großen Grundstücken der Fall, auf denen keine weitere Bebauungsmöglichkeit zur Verfügung steht.

  1. Auf diese Weise erhält man den Grundstückswert. Befindet sich noch ein Gebäude auf dem Grundstück, sind natürlich noch anderer Faktoren miteinzubeziehen, wie beispielsweise der Zustand und das Alter des Gebäudes. Hier ist es wesentlich schwieriger eine einfach Formel anzugeben. Als Richtwert kann jedoch folgendes dienen:
  2. Auch hier benötigt man wieder zusätzliche Informationen. In diesem Fall ist es die durchschnittliche Miete. 
  3. Handelt es sich bei dem Gebäude um ein Miethaus, ist der Wert des Gebäudes einfach zu errechnen. 
  4. Man nimmt dafür die Jahresnettomiete und nimmt sie mal 12,5. Bei Einfamilienhäusern benötigt man den durchschnittlichen Mietpreis je Quadratmeter. 
  5. Diesen multipliziert man mit der Wohnfläche, nimmt erneut mal 12,5 und erhält auf diese Weise einen ungefähren Wert der Immobilie. 
  6. Gerade bei Einfamilienhäusern ist dies jedoch ein sehr ungefährer Wert, auf den man sich nicht zu sehr verlassen sollte.

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