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Wie man nasse Kleidung bügelt

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, nasse Kleidung zu bügeln. Natürlich muss man dabei immer auch die Pflegehinweise in der Wäsche beachten...

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, nasse Kleidung zu bügeln. Natürlich muss man dabei immer auch die Pflegehinweise in und an der Wäsche beachten und auch sonst gibt es ein paar Tipps und Tricks, die das Bügeln von nasser Kleidung einfacher machen. Ob und wie man nasse Kleidung bügeln kann, darauf gehen wir im Folgenden näher ein.

Quick Tips

  • Wäsche nach Möglichkeit mindestens auf niedrigster Stufe schleudern
  • nicht direkt mit der höchsten Hitzestufe beginnen, langsam steigern
  • evtl mit einem Föhn vorsichtig antrocknen
  • empfindlichere Stoffe ggfs. mit einem Küchenhandtuch abdecken
  • halbtrocken gebügelte Wäsche, z.B. Hemden, an der Wäscheleine fertig trocknen lassen

  • Sinnvoll ist es, die Wäsche erst einmal schleudern zu lassen, damit sie nicht mehr triefend nass ist, wenn sie auf das Bügelbrett kommt. Das ginge zwar auch, benötigt aber deutlich mehr Zeit und Energie (Strom!), um die Kleidung von „ganz nass“ auf „ganz trocken“ zu bekommen. Daher ist ein leichter Schleudergang in jedem Fall zu empfehlen. 
  • Bei Hemden beispielsweise bietet es sich an, diese in feuchtem Zustand zu bügeln und dann die Restfeuchte durch Aufhängen zu trocknen. Helle Stoffe aus Baumwolle, wie z.B. weiße T-Shirts können bei zu großer Hitze des Bügeleisens braune Flecken („Stockflecken“) bekommen, die man nur durch erneutes Waschen heraus bekommt. Diese Flecken entstehen, wenn der heiße Dampf aus dem Bügeleisen oder die heiße Oberfläche auf das kalte Wasser im Shirt trifft. 
  • Übrigens entsteht beim Bügeln von nasser Wäsche eine große Menge Wasserdampf, der sich in Wänden niederschlagen kann (Stichwort: feuchte Wände), daher muss für ausreichend Frischluftzufuhr gesorgt sein.
  • Leinenstoffe können durch zu häufiges und vor allem zu heißes Bügeln Schaden nehmen. Die Fasern werden brüchig und es kommt leichter zu Rissen. Es sollte also hierbei vermieden werden, nass zu bügeln. Auch hier greift der Tipp, die Wäsche antrocknen zu lassen oder eventuell, wenn es wirklich schnell gehen soll, mit einem Föhn etwas nachzuhelfen. Aber Achtung: Der Föhn kann auch sehr heiß werden, Abstand halten und nicht zu lange an einer Stelle föhnen, da sich der Stoff entzünden könnte oder Brandflecken entstehen.
  • Im Übrigen ist es generell sogar hilfreich, Wäsche zu bügeln, wenn sie noch nicht ganz trocken ist. Das Bügeleisen läuft leichter über die Stoffe, man hat weniger Mühe und weniger Zeitaufwand. Wolle oder Seide bügelt man allerdings auf keinen Fall in nassem Zustand, es hilft aber, diese zwischen zwei feuchte Tücher zu legen, um sie zu glätten, das gilt insbesondere für zarte Seide.

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