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Wie minimiert man das Risiko eines Hauseinbruchs?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Einbrüche in Häuser und Wohnungen sind leider nicht selten.
Einen wirklich 100-prozentigen Schutz gibt es nicht: Denn auch eine noch so ausgeklügelte und hochsensible Alarmanlage hat ihre Schwachstellen - und die sind in der einschlägigen Szene oft bekannt. 
Hinzu kommt, dass ein Haus/eine Wohnung, die bereits auf den ersten Blick wie ein "Hochsicherheitstrakt" aussieht, auch schnell den Eindruck erwecken kann, dass es dort „etwas zu holen gibt“...

Man muss also abwägen, was Sinn macht - aber in jedem Fall beachten, dass die Versicherer/Hausrat - in der Regel einen bestimmten Sicherheitsstandard vorschreiben. Bitte beraten lassen und dem Entsprechung leisten, sonst droht im schlimmsten Fall ein Leistungsausschluss!

  • Statistisch nutzen die Täter bei Haus- und Wohnungseinbrüchen überwiegend Balkon- und Terrassentüren: Durch Auf-/Aushebeln oder auch Einschlagen der Verglasung verschafft man sich widerrechtlich Eintritt. Schlecht einsehbare Bereiche genießen deutlichen Vorzug. 
  • Der "Durchschnittseinbrecher" gibt seine Bemühungen aber nach 5 Minuten auf – das tröstet ein wenig und lässt die folgenden Sicherheitsvorkehrungen dann durchaus sinnvoll erscheinen.

Bei Abwesenheit bitte niemals...

  • Fenster und Türen offen zulassen,
  • Kippfenster oder -türen immer schließen: Gefahr des Aufhebelns!
  • Auf Facebook den Urlaubsantritt posten - solche Statusmeldungen sind ein wahres Fressen für Einbrecher.

Was ist (sicherheitstechnisch) empfehlenswert?

  • Aushebelschutz für alle Fenster und Türen - Schwachstellen sind oft Rahmen und Scharniere
  • Feststellmechanismen bei zweiflügligen Fenstern und Türen
  • zusätzliche Verriegelungen an Fenstern und Terrassen/Balkontüren (Griffe),
  • Mehrfachverglasungen
  • Zusatzschloss an der Eingangstür, gegebenenfalls Mehrfach- oder Stangenschloss
  • ältere Wohnungstüren (Altbau) lassen sich sicherheitstechnisch aufrüsten
  • Und dies bitte auch für Wohnungen in oberen Geschosslagen berücksichtigen, Wohnungseinbrüche durch geübte Fassadenkletterer sind nicht selten!

Im Falle eher kurzfristiger/berufsbedingter Abwesenheit sollte man... 

  1. Dafür sorgen, dass die Wohnung/Haus nicht vordergründig verlassen wirken - keine Zettel an der Tür, wie: "Bin gegen 13.00 Uhr wieder da!".
  2. In der dunkleren Jahreszeit innen mittels Zeitschaltuhren verschiedene Lampen, möglicherweise auch Fernseher und/oder Stereoanlage zeitweise an- und ausgehen lassen.
  3. Beim Einfamilienhaus darauf achten, dass der Eingangsbereich gut einsehbar und abends beleuchtet ist.
  4. Mögliche rückwärtige Zugänge via Bewegungsmelder kurzfristig hell ausgeleuchtet werden.


Im Falle einer längeren Abwesenheit /Urlaub... Freunde/Nachbarn - vielleicht auf Gegenseitigkeit - bitten:

  1. Am besten regelmäßig, aber auch spontan und zu unterschiedlichen Zeiten.
  2. Insgesamt "ein Auge auf Wohnung oder Haus zu haben".
  3. Den Briefkasten zu leeren.
  4. Vorhänge und Jalousien wie üblich zu bewegen. 
  5. Die Programmierung der Zeitschaltuhren innen zu verändern. 
  6. Ab und an Spuren von Anwesenheit zu hinterlassen: verschiedene Schuhe vor der Tür, Gartengeräte, Kinderspielzeug...
  7. Im Zweifel auf professionelle "Haussitter" zurückgreifen.

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