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Wie restauriert man eine alte Kommode?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Restauration einer alten Kommode

Liebe Heimwerker, gleich vorweg: die Restauration alter Möbelstücke ist immer eine Herausforderung und wenn man überhaupt keine Ahnung hat, sollte man lieber direkt den Fachmann ranlassen. Du brauchst nämlich einiges an Werkzeugen und Material (das du sowieso nur höchst selten brauchst) und wenn du das erst anschaffen muss, kannst du vielfach Geld, Zeit und vor allem Nerven sparen, wenn du direkt zum Restaurator gehst. Falls es sich um eine furnierte Oberfläche handelt, denke im Hinblick aufs Abschleifen daran, dass jedes Furnier nicht endlos dick ist!

Du willst dich noch immer daran wagen? Gut, na dann gleich los!

  1. Grundsätzlich gilt: das zu restaurierende Stück bitte nicht in der Wohnung bearbeiten, da während der Arbeit daran jede Menge Staub entsteht und wenn's ans Lasieren/Lackieren geht, noch dazu ein tierischer Gestank, den du noch tagelang in den Wohnräumen hast und dort bestimmt nicht haben willst. Bei schönem Wetter also am Besten im Garten oder einfach im Werkraum oder Garage, da ist das Möbelstück dann auch unabhängig vom Wetter gut gelagert. Und: wenn du so etwas noch nie gemacht hast, dann versuche dich zuerst an einer Fläche, die nicht direkt sichtbar ist, z.B. einer Seitenwand, die nicht sofort ins Auge sticht. Keinesfalls die Front bzw. die Platte als erstes bearbeiten!
  2. Wir beginnen an der Oberfläche: Ist sie lackiert, wenn ja womit? Lack? Schellack (v.a. bei alten Wurzelholzmöbeln üblich)? Oder ist die Oberfläche naturbelassen und nur mit Öl behandelt?
  3. Wenn du das herausgefunden hast, machst du dich daran, die Oberfläche zu reinigen: bei Lack mit entsprechenden Lösungsmitteln, Schellack wird mit Spiritus gelöst und eine Naturoberfläche wird mehrfach mit Sandpapier (von grober zu feiner Körnung arbeiten; lass dich dazu im Bauhaus beraten; nicht jedes Schmirgelpapier ist für alle Oberflächen geeignet und was einmal weggeschmirgelt ist, ist auch weg!)
  4. Wenn der alte Lack "ab" ist, befreist du das Möbelstück gründlich vom Staub: ein trockenes Staubtuch, der Staubsauger und - für kleine Ecken und Schnörkel - ein Malerhaarpinsel, mit dem du in kleinste Ritzen reinkommst, genügen dafür.
  5. Im nächsten Schritt schaust du, ob die Kommode Dellen, Macken, o.ä. hat. Falls ja, korrigierst du die mit eigenen Holzfüllmassen, die es ebenfalls im Baumarkt gibt. Diese je nach Anwendungshinweis verwenden.
  6. Abschließend lackierst/lasierst du das Möbelstück nach deinem Geschmack. Auch hierfür muss du geeignete Lacke, Lasuren oder Öle kaufen und sie nach den Herstellerangaben verarbeiten.

 

Vielleicht möchtest du ja deine Frage konkretisieren, ob es sich um eine lackierte oder wie auch immer geartete Kommode handelt? Dann kann ich dir auf jeden Fall detaillierte Infos geben!


Ansonsten: fröhliches Heimwerken und... MEHR POWER!

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