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Wie richtet man seine Wohnung nach Feng Shui ein?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Die Anwendung von Feng Shui (chinesisch „Wind und Wasser“) ist in China sehr gebräuchlich.

Die Anwendung von Feng Shui (chinesisch „Wind und Wasser“) ist in China sehr gebräuchlich, wird jedoch auch in anderen asiatischen Ländern gerne hinzugezogen. In China geht der Hype um Feng Shui sogar so weit, dass Architekten, bei der Errichtung eines neuen Bauwerks, Feng Shui Berater hinzuziehen, um diese Einflüsse in ihr Konstrukt mit einzubeziehen. 

Um mithilfe der richtigen Einrichtungskombination in seiner Wohnung oder seinem Haus eine "Harmonisierung des Menschen mit der Umwelt" und "einen Fluss der Energie (des Chi)" zu erlangen, wofür Feng Shui ja schließlich nach chinesischer Philosophie steht, bedarf es einer Vielzahl von Maßnahmen, die man anwenden kann. Einige Einrichtungsmaßnahmen davon werden im nachfolgenden Artikel umrandet. 

Feng Shui verkörpert einerseits die Lehre der fünf Elemente und andererseits die Lehre von Yin und Yang. 
Zu den fünf Elementen zählen Metall, Erde, Holz, Wasser und Feuer. Um einen Ausgleich des Ortes im Rahmen dieser 5 Elemente zu schaffen, muss mit Farben, und Objekten gearbeitet werden. 
Yin und Yang beziehen sich im Wohnbereich auf ruhigere Bereiche und arbeitsame Bereiche. Zu den ruhigeren Bereichen (Yin) zählen Schlaf- und Ruheräume, zu den lebendigen Bereichen (Yang) zählen Wohnzimmer, Küche und Arbeitsraum bzw. Büro.

  • Die Philosophie von Feng Shui wird auch gerne kritisiert, da sie neben positiven Effekten auch Ängste schürt. Beispielweise bringt Feng Shui immer wieder die angeblich ungesunden Einflüsse auf den Menschen, mit Namen „Elektrosmog“, „elektromagnetische Felder“ und „Erdstrahlung“ ins Spiel, welche in ihrer auf den Menschen angeblich krankmachenden und schlafraubenden Wirkung, nie exakt bewiesen wurden. 
  • Feng Shui-Einrichtung und –Wohnraumgestaltung basiert auf der Analyse der 8 Himmelsrichtungen und der Integration der 5 Elemente, die beide sehr komplex sind.

  • Neue Bettwäsche in geeigneten Farben
  • Umschieben der Möbel
  • Wandfarben
  • Zeit

Die Prinzipien des Feng Shui sollen sicherstellen, dass die Energie in den Räumen, das „Qi“, frei fließen kann. 

Schlafzimmer und Kinderzimmer: 

  1. In den Schlafräumen sollten sich nach Feng Shui -Lehre keine Spiegel befinden (oder lediglich hinter Schranktüren), da sonst die Energie (das Chi) geradewegs abfließt. 
  2. Das Bett sollte zunächst nie mit dem Kopfteil oder Rücken zur Türe blicken – es soll im Eck stehen, wo der Raum überblickt werden kann. Schläft man mit dem Kopf zur Türe, birgt dies Unsicherheiten, die einem auf leisen Sohlen den Schlaf rauben werden. Auch gegenüber der Türe sollte kein Bett platziert werden, um eine „Sargstellung“ (wie dies in China genannt wird) zu vermeiden. 
  3. Die Stellung des Bettes zwischen Fenster und Türe, birgt eine Position in der dort befindlichen „Energie-Autobahn“ und ist ebenso zu vermeiden. 
  4. Nach der Feng Shui-Theorie, sollten weder Kästen und noch Kommoden auf das Bett zeigen, da dies zu Störfrequenzen führt, die infolgedessen einen unruhigen Schlaf bedingen. 
  5. Auch das Hängen von großen Lustern, Regalen und Bildern über dem Bett, ebenso wie das Plazieren des Bettes unter einem Fenster, ist kontraindiziert, wenn nach Feng Shui und „reich an Chi“ gelebt werden soll. 
  6. Die Bettwäsche sollte stets in fröhlich-angenehmen Pastellfarben gewählt werden. Grelle und knallige Farben wirken unruhig und laden auf, dunkle Töne, wie schwarz und dunkelblau, sind zu negativ. 
  7. Im Kinderzimmer wirken sich Pastellfarben an den Wänden oder dem Boden sehr positiv aus. 
  8. Einen Radiowecker benötigen zwar viele Menschen, doch nach Feng Shui – wegen der Entwicklung von elektromagnetischen Feldern – ist auch dieses Utensil, ebenso wie ein aufgedrehtes Handy, im Schlafraum untersagt. 
  9. Wenn sich ein Schreibtisch im Raum befindet, muss dieser so platziert werden, dass man nicht mit dem Gesicht zum Fenster (was auch sehr wichtig für die Augen bei der PC-Arbeit ist) und nicht mit dem Rücken zum Raum oder zur Türe sitzt. 

 

Geeignete Wandfarben nach Feng Shui:

  1. Um mit Feng Shui in Harmonie zu gelangen, eignen sich Gelb- und Blautöne vortrefflich, um einen energetisch-vitalisierenden Ausgleich zu finden. 
  2. Die geeigneten Wandfarben nach Feng Shui, orientieren sich an den 5 Elementen, die für die Raumgestaltung herangezogen werden sollten. Je nach der Himmelsrichtung, in der die jeweilige Wand ausgemalt werden muss, sind folgende Wandfarben zu verwenden: 
  3. Nach Süden sollten Rot und Orange gewählt werden („Feuer“), nach Norden eignen sich Blautöne sehr gut („Wasser“), nach Osten werden Grün- und Brauntöne empfohlen („Holz“), nach Westen kann man sich an Weiss und Grau halten („Metall“). 
  4. Wenn die auszumalende Wand nach Südosten reichen, kann Hellgrün herangezogen werden („Holz“), nach Südwesten geneigt, sind beige und gelb empfohlen („Erde“), blickt die auszumalende Wand in Nordosten, so ist ebenso beige und gelb angeraten („Holz“) und Nordwesten sollte mit Weiss und Metallic geschmückt werden („Metall“). 


Allgemeine Raumgestaltung:

  1. Helle und leuchtende Farben im Allgemeinen setzen Energie frei. Im Wohnraum sollte Farben aus nebeneinander liegenden Elementen herangezogen werden: beispielweise können rote Zierkissen mit grünen Vorhängen harmonieren ("Feuer" und "Holz"). 
  2. Um die Elemente Erde und Metall zusammenzubringen, sollte zum Beispiel ein beiges Sofa („Erde“) zu einem weißen Teppich („Metall“) kombiniert werden. 
  3. Runden und geschmeidigen Formen ist im Allgemeinen gegenüber spitzen und eckigen Silhouetten, der Vorzug zu geben - das gilt sowohl bei Zier- und Einrichtungsgegenständen, wie bei der Raumform. 
  4. Da man die Raumform im Nachhinein nicht mehr verändern kann, müssen Ecken durch Pflanzen und andere Ziergegenstände (z.B. hohe Vasen) geschmeidig gemacht werden. Dunkle Ecken blockieren des Weiteren den Fluss des Chi´s: diese Ecken sollten ausgeleuchtet werden. 
  5. Die Wohnlandschaft/ Couch/ Sitzecke des Wohnzimmers sollte das Zentrum darstellen, von dem aus man den gesamten Raum im Überblick hat. Niemals sollte aber diese Sitzecke gegenüber einer Türe stehen: das Chi entweicht so auf geradem Wege.

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