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Wie schließt man eine Lampe an?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Es gibt tausende verschiedene Lampen, vom Punktstrahler bis hin zum Bleikristall-Kronleuchter.
Doch grundsätzlich ist die Elektrik jeder Lampe völlig identisch, egal wieviele Arme oder Fassungen sie hat: von jeder Fassung führen zwei in den Armen versteckte Litzenkabel ins Zentrum der Lampe, wo sie mit einer Lüsterklemme zusammengeführt werden. Von dort führt ein meist dreiadriges Kabel nach oben zur Aufhängung der Lampe. Ist eine Lampe zweiphasig schaltbar, so findet ein vieradriges Kabel Verwendung.

  • Achtung! Immer vor Arbeitsbeginn sicherstellen das die Stromzufuhr unterbrochen ist! Schockgefahr!

  • Der Anschluß ist einfach zu bewerkstelligen, man benötigt dazu nur einen Phasenprüfer, ein scharfes Messer oder eine Abisolierzange und eine Leiter.

  1. Vor Arbeitsbeginn muss die Stromzufuhr unterbrochen sein. Der Lichtschalter muss auf "Aus" stehen und die Sicherung herausgenommen bzw. ausgeschaltet sein. Um absolut sicher zu sein, prüft man jeden Ausgang der Lüsterklemme, in welcher das aus der Decke oder Wand kommende Stromkabel endet, mit dem Phasenprüfer. 
  2. Leuchtet dieser rot, dann hat die betreffende Litze Spannung - in diesem Fall muss unbedingt die "Aus-" Stellung des Lichtschalters und der Sicherung überprüft werden: ist der Schalter auch der richtige, hat man auch die korrekte Sicherung ausgeschaltet? 
  3. Erst wenn alle Litzen spannungsfrei sind, kann der nächste Schritt erfolgen!
  4. Zuleitungskabel und Lampenkabel bestehen aus Mantelleitungen mit einer gelb-grünen Litze für die Erdung (Schutzleiter), einer blauen Litze als Nullleiter und einer schwarzen oder braunen Litze für die Phase. Die vieradrige Variante verfügt neben Schutzleiter und Nullleiter meist über eine schwarze und eine braune oder graue Litze und damit über zwei Phasen.
  5. Die jeweiligen Farben aus Zuleitung und Lampenleitung sind nun an der Lüsterklemme richtig zusammen zu bringen, also gelb-grün zu gelb-grün, blau zu blau usw. - Hierfür sind die Litzenenden der Lampenleitung etwa einen knappen Zentimeter lang abzuisolieren. Wer keine Abisolierzange hat, der kann dies auch mit einem scharfen Messer tun.
  6. Dann werden die abisolierten Enden nach hinten umgeknickt und, angefangen vom gelb-grünen Schutzleiter, in die Lüsterklemme gesteckt und dort festgeschraubt. Die Verschraubung sollte gut greifen, aber auch nicht zu stark, um die Gefahr eines Kabelbruchs zu vermeiden. 
  7. Selbstverständlich darf kein blankes Stück Litze aus der Lüsterklemme herausragen! Sollte dies der Fall sein, muss die Litze noch einmal losgeschraubt und das abisolierte Litzenstück gekürzt werden. 
  8. Sind alle Litzen verkabelt, kann die Funktion der Lampe durch Einschalten von Sicherung und Lichtschalter überprüft werden. Brennt die Lampe nicht oder nur schwach, dann wurden Litzen vertauscht. In diesem Fall muss die Leitung wieder spannungsfrei gemacht und die Verkabelung der Litzen korrigiert werden.

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