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Wie tauscht man einen Lichtschalter?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Mit handwerklichem Geschick können zusätzlichen kosten für einen Elektrike eingespart werden.

Einen Lichtschalter in Eigenleistung anzuschließen ohne einen Fachmann hinzuzuziehen fällt im Regelfall einfach aus, als es zunächst erwartet werden würde. Dennoch können mit ein wenig handwerklichen Geschick die zusätzlichen kosten für einen Elektriker leicht eingespart werden. Nachdem der favorisierte neue Lichtschalter im Bau- oder Fachmarkt gefunden ist, kann auch sogleich die eigentliche Installation beginnen.

  • Dringende Beachtung ist der Tatsache entgegen zu bringen, dass im Vorfeld der Strom im betreffenden Zimmer abgeschaltet wird. 
  • Dies lässt sich schnell und einfach über den Sicherungskasten realisieren. Hier wird einfach der passende Schalter zum Zimmer, in welchem der Schalterwechsel vorgenommen werden soll umgelegt. 
  • Ist es nun der Fall, dass keine genaue Sicherheit darüber besteht, welcher Schalter exakt welchem Zimmer zugeordnet ist, einfach kurzzeitig alle Sicherungen oder den Hauptschalter umlegen. 
  • Somit ist sichergestellt, dass der Strom am zu wechselnden Schalter auch nicht mehr anliegen kann. 
  • Ein abschließender Test des Schalters, sollte keine Funktion mehr auslösen. 
  • Nach dieser letzten Überprüfung kann mit dem Tauschen des Lichtschalters nun begonnen werden.

  • Hierzu benötigt wird neben etwas Fingerspitzengefühl auch ein kleiner schlanker Schlitzschraubendreher. 
  • Am besten eignet es sich, gleich unterschiedliche Größen parat zu haben. 
  • Zusätzlich eine Art Kunststoffspachtel oder ein Rakel zum ersten herauslösen des alten Schaltelements.

  1. Der Anschluss eines Lichtschalters ähnelt im Prinzip sehr stark dem Anbringen eines Lampenanschlusses. 
  2. Zunächst muss jedoch hierfür einmal das Innere, beziehungsweise die Unterseite des Schalters freigelegt werden. 
  3. Hierzu ist der alte Schalter aus der Wand herauszuziehen. Diese sind in den meisten Fällen nur aufgesteckt und nicht zusätzlich separat verschraubt. Mit einem stumpfen flachen Hilfsmitte, wie etwa einem Kunststoffrakel kann, ohne Schäden an der Wand zu verursachen, der Schalter leicht gelöst und im Anschluss herausgezogen werden. 
  4. Die nun unter dem eigentlichen Schalter liegenden Anschlüsse sind in der Regel auch für einen neuen, genormten Lichtschalter problemlos kompatibel. 
  5. Anders verhält es sich, wenn der Schalter bereits vor dem Austausch keine Funktion mehr hatte. Tritt dies auf, ist es zunächst anzuraten, mit einem Phasenprüfgerät den anliegenden Strom zu prüfen. Hierfür ist es notwendig den Strom wieder für Kurze Zeit im Sicherungskasten zu reaktivieren. 
  6. Zum Vergleich sollte zunächst auch mit ausgeschaltetem Stromzugang eine Messung durchgeführt werden. Wurden nämlich eventuell Anschlüsse falsch verlegt oder geschaltet, kann dies bedeuten, dass auch der Sicherungsanschluss keine Wirkung zeigt.
  7. Ist nun bei abgeschaltetem Strom auch kein Wert mit dem Phasenmesser zu ermitteln, so kann an dieser Stelle auch sicher gearbeitet werden. War der Schalter im Vorfeld defekt, obwohl elektrischer Strom anliegt, empfiehlt es sich, die einzelnen Anschlüsse zu überprüfen. 
  8. Eventuell hat sich ein einzelnes Kabel gelöst oder eine Steckverbindung wurde falsch zugeordnet. Durch entsprechendes Nachziehen der einzelnen Klemmen kann ein solches Problem schnell aus der Welt geschafft werden. 
  9. Ein abschließender Funktionstest klärt, ob der Vorgang auch erfolgreich war. 
  10. Nun kann der neue Schalter eingepasst werden. Diesen einfach wie zuvor das ältere Exemplar auf die Vorrichtung stecken und hereindrücken.

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