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Wie verlegt man Parkettboden?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Die Möglichkeit Parkettboden zu verlegen besteht auf den meisten ebenen Untergründen.
Diese sollte jedoch im Vorfeld gut gesäubert und vor allem trocken sein. Als Beispiele für geeignete Böden sind an dieser Stelle etwa Zement- oder Estrichböden zu benennen.

  • Der wohl wichtigste Aspekt, welcher gleichzeitig eine große Gefahr darstellt, ist die eventuell im Unterrund vorhandene Feuchtigkeit. 
  • In diesem Zusammenhang ist eine vor dem Verlegen durchzuführende Feuchtigkeitsmessung dringend anzuraten. 
  • Überschreiten die diesbezüglich festgestellten Messergebnisse die Grenzangaben des jeweiligen Parkettherstellers, sind zunächst trocknende Maßnahmen am Boden durchzuführen. 
  • Eine Möglichkeit um diese Gefahr zusätzlich zu bannen besteht darin eine so genannte Dampfsperre zwischen Boden und Parkett einzubringen. 
  • Wird dies nicht berücksichtigt und zieht Feuchtigkeit in das aus Holz bestehende Parkett, kann sich dies verformen oder sogar aufsprengen. 
  • Der Fachmann empfiehlt hierzu eine diffusionshemmende Folie, welche problemlos im Fachhandel oder etwa im Baumarkt zu erstehen ist. 
  • Diese Folie ist vor dem eigentlichen Parkett so zu verlegen, dass etwa eine Unterarmlänge an den Rändern überstehen gelassen werden kann. 
  • Auf dieser Folie kann im nächsten Schritt die Schrittschalldämmung und darauf folgend das Parkett verlegt werden.

  • Benötigt werden zum Verlegen von Parkett zum einen ein geeigneter Holzleim mit länglicher Spritzvorrichtung und Abstandshölzer. 
  • Letztere sorgen dafür, dass das Holz arbeiten kann und über genügend Platz zum Ausdehnen verfügt. 
  • Diesbezüglich sind an den Rändern Fugen von etwa einem Zentimeter einzuhalten. 
  • Des Weiteren sollten ein geeigneter Holz- oder Hartgummihammer sowie ein Schlagholz zur Verfügung stehen damit Schläge nicht direkt auf das Parkett abgegeben werden müssen. 
  • Somit können ungewollte Beschädigungen vermieden werden.

  1. Zu Beginn ist es anzuraten immer eine Wand als Startpunkt zu wählen. Am Rand werden hier nun Holzkeile als Abstandshalter im Maße von einem Zentimeter eingebracht. Die Parkettleisten sind mit der Nutseite zur Wand zu legen. 
  2. Nun wird die erste Reihe verlegt bis es zum Auslegen des letzten Stückes kommt, welches meist einer Kürzung unterzogen werden muss. Hierzu wird dieses leicht versetzt angelegt und im absolut rechten Winkel zurechtgeschnitten. Hierbei heißt die Divise, lieber zunächst etwas zu wenig als zu viel abzuschneiden. 
  3. Zu Beginn der folgenden Reihe ist zunächst eine Leimung der oberen Nutseite zu empfehlen. Nun kann die Einpassung mithilfe eines Zugeisens erfolgen. An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass eine stetige Kontrolle der Passung nicht vernachlässigt werden darf.
  4. Um kein Material zu verschwenden kann mit dem Überschnitt aus der ersten Reihe wieder in der zweiten begonnen werden. Dieses sollte jedoch mindestens eines Länge von 40 Zentimetern aufweisen. 
  5. Hierauf folgend können nun die restlichen Reihen unter Verwendung des bereits erwähnten Hammers und eines Schlagholzes eingefügt werden. 
  6. Ist das Parkett verlegen nun bis zu vorletzten Reihe an der gegenüberliegenden Wandseite vorgedrungen, ist zunächst die Breite dieser letzten Parkettreihe zu ermitteln. Diese muss in den meisten Fällen zusätzlich angepasst werden. Auch hier ist die Dehnungsfuge zur Wand nicht zu vernachlässigen. Hilfreich hierbei ist das Auflegen der noch ungeschnittenen Parkettelemente um im Anschluss die benötigte Form mit einem Stift nachzufahren. 
  7. Mit dem Zugeisen ist es nun an der Zeit diese letzte zugeschnittene Parkettreihe einzupassen. Im Anschluss ist abermals eine Fixierung durch Holzkeile vorzunehmen, welche etwa 12 Stunden nicht entfernt werden sollten. Nach dieser Zeit ist der Holzleim getrocknet und ausgehärtet und es können abschließend die Sockelleisten über der Dehnungsfuge angebracht werden.

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