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Windkraft in Österreich: Wie ist die aktuelle Lage?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
In den letzten Jahren konnte die Windkraft in Österreich erheblich ausgebaut werden
Allerdings ist die Voraussetzung für die Windenergie hier nicht ganz so günstig, wie in Küstenregionen.

Windkraft in Österreich

  • Die Windkraft ist auf dem Vormarsch und wird langfristig auch zu einer sichereren und umweltfreundlichen Energieversorgung beitragen.
  • Am günstigsten ist die Lage natürlich in Küstenregionen. Doch auch in Teilen Niederösterreichs und vor allem dem Burgenland herrschen Windbedingungen wie an der Nordsee.
  • Windkraft erhöht die Unabhängigkeit von Energieimporten und ist eine wichtige Einnahmequelle für viele österreichische Gemeinden.
  • Auch Wirtschaftsimpulse können in Österreich durch die Etablierung der Windkraft verzeichnet werden.

Windenergie auf dem Vormarsch

  • Die Windenergie ist auch in Österreich auf dem Vormarsch.
  • Dies zeigt sich auch in der Statistik. So waren im Dezember 2012 in Österreich insgesamt 212 Anlagen in Betrieb. Diese erzeugten eine Leistung von 1.378 MW.
  • Der Energieertrag betrug 2012 2.900 GWh, was einem Anteil von fünf Prozent entspricht.
  • In den letzten Jahren wurde der Ausbau der Windkraft weiter fortgesetzt. So wurden 2012 132 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 296 MW neu errichtet. Auch 2013 setzte sich dieser Trend ungebrochen fort: nach neuesten Prognosen wurden auch im Jahr 2013 150 Anlagen mit insgesamt 420 MW neu gebaut. Jede neue Anlage liefert dabei Strom für etwa 1800 Haushalte. 

Positive Auswirkungen auf die Wirtschaft

  • Dieser Trend wirkt sich auch positiv auf die lokale Witschaft aus. Insgesamt beschäftigt die Windkraftbranche in Österreich heute etwa 5000 Mitarbeiter.
  • Neben der Tätigkeit für den eigenen Markt, ist die österreichische Windkraftbranche aber auch weltweit erfolgreich tätig. 
  • 2012 betrug das Exportvolumen laut Statistik 450 Millionen Euro. All diese Zahlen zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend. Hinzu kommt auch die umfangreiche Bürgerbeteiligung. Insgesamt sind mehr als 8000 Privatpersonen direkt an der Finanzierung der Windkraft beteiligt. 

 

Eine großartige Erfolgsbilanz

  • Aber diese Zahlen sind nur ein Teil der Erfolgsbilanz. Die Einsparungen an Kohlendioxid sind gar nicht einzuschätzen.
  • Darüber hinaus gibt es auch eine Vielzahl von Aufträgen für die Zulieferindustrie, die zum Beispiel Steuerungen, Flügelmaterial, aber auch Generatoren, Energieumrichtersysteme sowie komplette Windkraftanlagenkonzepte liefert.
  • Und das Wachstum wird voraussichtlich weitergehen. Langfristig kann die Nutzung der kostenlosen Windenergie auch dabei helfen, Stromkosten zu sparen und so die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft stärken.

 

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