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Letztes Update am 27.11.2014, 15:35
Im August bzw. September geht jedes Jahr der große Run los: viele frischgebackene Studenten suchen eine Bleibe. Abgesehen von dem rein logistischen Problem, das auftritt wenn sich viel zu viele junge Menschen auf die wenig noch freien Wohnungen stürzen, gibt es einige Dinge, die bei der Besichtigung oder dem Mietvertrag beachtet werden sollten.

Mitbewohner

Entscheidet man sich in eine WG mit (noch) unbekannten zu ziehen, lässt sich schon aus den Anzeigen einiges ablesen. Oft lassen sich die typischen Formulierungen leicht entschlüsseln: Erstsemester suchen Anschluss, Examskandidaten ihre Ruhe. Wichtiger ist ein ähnlicher Tagesrhythmus aller WG Bewohner. Wenn man beispielsweise berufstätig ist und abends um 10 ins Bett geht, findet man Party-feiernde Studenten nicht so amüsant. Die verschiedenen Tages Rhythmen sollten am besten gleich von Vornherein besprochen werden. Ganz wichtig: Nicht verbiegen lassen! Egal wie dringend man auf Wohnungssuche ist, man wird über Nacht weder zum Veganer noch zum Frühaufsteher.

 

Besichtigung

Genauso wichtig wie die passenden Mitbewohner ist die Wohnung an sich bzw. das Zimmer. Am besten ist wirklich sich etwas Zeit zu nehmen, sich hineinzusetzen um versuchen ein Gefühl dafür zu bekommen wie es wäre dort zu wohnen. Man sollte das Zimmer auch auf eventuell Mängel unter die Lupe nehmen, damit es später nicht zu bösen Überraschungen kommt.   

Mietvertrag

  • Die erste eigene Wohnung bringt auch den ersten Mietvertrag mit sich. Bevor man dieses bindene Dokument unterschreibt, sollte man sich vor allem mit dem Kleingedruckten auseinandersetzen. Wer mit juristischen Formulierungen nicht klarkommt, sollte sich sachkundigen Rat hohlen. Ein häufiges Problem sind Mietverträge mit Kündigungsausschluss oder Verzicht. Das bedeutet das man teilweise für zwei Jahre nicht kündigen kann.
  • Zieht man mit mehreren ein, ist die wichtigste Frage wie der Mietvertrag aufgebaut sein soll. Erklärt sich jemand bereit Hauptmieter zu werden? Oder mieten alle die Wohnung gemeinsam? Am besten sollte im Mietvertrag festgelegt werden, dass der Vermieter an eine Wohngemeinschaft mit wechselnden Mietern vermietet. So erspart man sich eine Menge Ärger wenn jemand aus- oder jemand anders einziehen möchte.
  • Dringend zu empfehlen ist ein Übergabeprotokoll. Kurz vor dem Einzug sollte man durch die leere Wohnung gehen und ganz genau hinsehen. Löst sich die Tapete von der Wand? Gibt es Kratzer im Parkett? Solche Mängel am besten fotografieren und direkt an den Vermieter weiterleiten. Das sollte direkt beim Einzug gemacht werden und nicht erst Monate später, damit man den Schaden im worst-case Szenario nicht selber beheben muss.  

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