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Letztes Update am 13.05.2015, 09:25
Wer seinen Abwasch umweltschonend gestalten möchte, braucht vorab einige Informationen.

Alleine in Deutschland wurden im Zeitraum von 1990 bis 2015 10.000 Fälle gemeldet, bei denen gesundheitliche Schäden auf Reinigungsmittel zurück zu führen sind. Dass die chemischen Inhaltsstoffe in so manchem Reinigungsmittel der Gesundheit schaden können, ist vielen bekannt. Trotzdem erleben viele Konsumenten einen Zwiespalt zwischen hygienisch notwendiger Sauberkeit im Haushalt und gleichzeitiger Nachhaltigkeit im Reinigungsverhalten.

Nachhaltig, aber wie?

Wer sich für umweltfreundliche Alternativen entschieden hat, hat oftmals mit Produkten, die nicht halten, was sie versprechen, zu kämpfen. Denn es kommt nicht selten vor, dass Unternehmen versuchen, den Konsumenten durch eine „natürliche“ Bildsprache und Wortwahl von der umweltschonenden Wirkung des eigentlich stark schädlichen Produktes zu überzeugen. „Verlassen Sie sich deshalb nur auf kontrollierte Gütezeichen und Labels, die Umwelt- und Gesundheitsaspekte genau prüfen. Angaben wie „natürlich”, „schonend” oder „umweltfreundlich” auf der Packung, sagen noch nichts über die tatsächlichen Umweltstandards eines Reinigers aus“, empfiehlt das heimische Umweltministerium daher dringlich.

Vertrauenswürdige Zeichen

Wichtig ist daher die Kenntnis einiger weniger, aber umso vertrauenswürdigeren, Umweltsiegel: So bürgt das Zeichen der „Ecogarantie“ etwa dafür, dass nur rein pflanzliche und mineralische Inhaltsstoffe verwendet werden und dass auf gentechnische Veränderungen und Tierversuche verzichtet wird. Auch das Österreichische und Europäische Umweltzeichen garantiert Umweltfreundlichkeit und stellt hohe Anforderungen an die enthaltenen Wirkstoffe. Grundsätzlich sollten nur Produkte mit geringen Anteilen an gefährlichen Chemikalien gekauft werden. Sind Begriffe wie „ätzend“ oder „giftig“ zu finden, sollte die Ware besser nicht im Einkaufswagen landen. Auch die biologische Abbaubarkeit von Geschirrspülmitteln sollte gegeben sein, denn die Herstellung von synthetischen Stoffen verbraucht fossile Rohstoffe und schädigt Fische und andere Wasserlebewesen. Auch hier können sich Konsumenten auf die genannten Umweltsiegel verlassen.

 

Wer sich in punkto Reinigen und Waschen für nachhaltige Mittel und damit für den Schutz der Umwelt und der Gewässer entscheidet, entschließt sich gleichzeitig auch für die eigene Gesundheit - und profitiert so letztendlich in vielerlei Hinsicht.

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