Foto: Shutterstock.com / Erdwespen" sind von Bienen oft nicht einfach zu unterscheiden.

Alles über Erdwespen

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Mit Erdwespen im Garten leben und alle Infos dazu.

Wenn es im Sommer richtig heiß und sonnig ist gibt es leider auch ein paar Quälgeister, die nicht Wenige von uns in Panik versetzen. Zu ihnen gehören ohne Zweifel auch die Wespen. Haben sie es einmal auf uns abgesehen können Wespen nicht nur aggressiv und hartnäckig sein, sondern auch gemein zustechen. Manchmal kann man auch beobachten, dass die schwarz-gelben Insekten förmlich aus der Erde kommen und spätestens, wenn man dazu noch entsprechende Löcher in der Erde findet kann man sicher sein, Erdwespen im Garten zu haben. Ist das unterirdische Nest erst einmal lokalisiert gibt es dennoch überhaupt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Vielmehr solltest Du erst einmal herausfinden, was da aus den Löchern in der Erde kommt - ob es sich also um Hummeln, Bienen oder tatsächlich Wespen handelt. Erdwespen haben übrigens keine besonderen Merkmale, weil es diese Spezies an sich gar nicht gibt. Die meisten Wespenarten bauen nur einfach ihre Nester auch unter der Erde und es gibt nur selten einen Grund, wirklich auf der Hut zu sein und etwas zu unternehmen.

Mit Erdwespen leben

  • Ein Erdnest von Wespen wirkt zwar auf den ersten Blick bedrohlich, man kann aber durchaus damit umgehen und leben, wenn einige Regeln und Tipps befolgt werden.
  • So kannst du das Nest, vor allem die Einfluglöcher, z.B. durch bunte Bänder kennzeichnen oder auch für kleinere Kinder absperren.
  • Ebenso ist es möglich, das Nest mit Draht o.ä. abzudecken, damit nicht aus Versehen jemand darüberläuft und sich unnötig in Gefahr bringt.
  • Sollten die Nestbewohner durch Gartenarbeit wirklich einmal völlig aufgeschreckt worden sein, dann laß einfach die Arbeit eine Weile ruhen, bis auch die Nestbewohner wieder zur Ruhe gekommen sind.
  • So ist auch mit Erdwespen & Co eine friedliche Koexistenz möglich.

Wespennester im Garten

Wenn die Insekten aus unzähligen kleinen Öffnungen aus der Erde kommen und du das Gefühl hast, dass sie förmlich den Garten durchlöchert haben, besteht überhaupt keine Gefahr, da es sich höchstwahrscheinlich um Wildbienen handelt. Diese Bienenart ist völlig harmlos und sticht nicht.
Sollten aber alle Tiere aus einem Ausflugloch kommen, dann handelt es sich wirklich um ein Erdnest der Deutschen oder der Gemeinen Wespe, welches in dem Fall unterirdisch angelegt wurde.
Es gibt aber auch sogenannte Solitärwespen, die nicht in Staaten leben; wie die Mauerwespen, Pillenwespen, Lehmwespen, Erzwespen und die Schlupfwespen. Diese Wespenarten legen unter der Erde kein ausgeklügeltes Nest für einen ganzen Staat an, sondern sie suchen sich einfach eine Erdspalte, in die sie ihre Eier ablegen. Deshalb sind diese Nester auch meist ungefährlich für den Menschen.

 

Nicht einfach entfernen:

Auch wenn man natürlich schnellstmöglich wieder seine Ruhe haben und das Nest der Erdwespen loswerden möchte, geht das nicht ohne Weiteres, da fast alle Wespenarten außer der Deutschen und der Gemeinen Wespe unter Naturschutz stehen.
Das heißt, dass die Nester, auch die Erdnester, dieser Wespenarten keinesfalls beseitigt, allenfalls umgesiedelt werden dürfen. Hierzu ist eine Genehmigung erforderlich, die kein Geringerer als die Oberste Naturschutzbehörde erteilt.
Bei einer Fehleinschätzung der Notwendigkeit zur Umsiedlung oder sogar Entfernung ohne Genehmigung drohen teilweise empfindliche Geldstrafen.

Kommentare