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Die häufigsten Fehler in der Hunde-Erziehung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Was man im Umgang mit jungen Hunden vermeiden sollte.

Nun ist es soweit, Sie haben sich einen Hund zugelegt. Jetzt geht es darum, ihn ordentlich zu erziehen. Das ist gut für das Tier und erleichtert den täglichen Umgang mit dem Vierbeiner enorm. Aber schon von Anfang an schleichen sich dabei meistens Fehler ein. Denn bei einem so süßen kleinen Welpen fehlt es uns oft einfach an der Konsequenz...

Mangelhafte Konsequenz

Wenn einen die großen Hundeaugen anschauen, dann kann man ihm einfach nicht widerstehen und lässt vieles durchgehen, obwohl man sich eigentlich etwas anderes vorgenommen hat. Oder Sie sind mit ihm auf dem Hundeplatz und alles klappt hervorragend. Warum sollte man dann mit aller Konsequenz zu Hause weitermachen? Es hat doch geklappt. Also schleicht sich Nachlässigkeit ein und Ihr Hund weiß das nach kurzer Zeit sehr gut und freut sich, weil er Sie so gut erzogen hat und das ist der größte Fehler in der Erziehung.

 

Das Verhalten des Hundes falsch interpretieren

Wenn Sie ihren Hund rufen und er hört nicht auf Sie, dann nutzt es wenig, ihn lauter zu rufen. Ihr Hund kann um etliches besser hören als Sie, es nutzt Ihnen also nichts, Ihre Stimme zu erheben, denn er hat Sie garantiert beim ersten Mal schon sehr gut verstanden. Er will einfach nicht.

 

Den Hund 'vermenschlichen'

Oft ist es auch so, dass man seinen Hund als festes Familienmitglied vermenschlicht. Dabei ist es doch so, dass Mensch und Hund grundsätzlich eine unterschiedliche Sprache sprechen. Mit einem richtigen Training kann man jedoch lernen seinen Hund zu verstehen und sich von seinem Hund verstehen zu lassen. 

 

Mangelhafte Sozialkontakte

Auch die Sozialisierung ist oft ein großes Problem. Man will seinen Hund für sich haben und will, dass der Hund nur auf einen selbst fixiert ist. Das ist absolut falsch. Ein Hund braucht den Kontakt mit anderen Hunden und Tieren. Er muss lernen, in der Gemeinschaft zu agieren und eine mangelnde Sozialisierung löst unter Umständen Ängste bei ihm aus. Im Alter von etwa 4 Wochen sollte man den Hund mit so vielen Tieren wie möglich zusammen bringen, denn dies ist die Sozialisierungsphase die ihn in seinem Leben am meisten prägt. 

 

Fehlerhaftes Timing

Man beobachtet ebnefalls oft, dass ein Hund im falschen Moment belohnt oder gelobt wird. Die Belohnung oder das Lob muss sofort und im Zusammenhang erfolgen. So dass der Hund erkennen kann, für was er diese Belohnung oder das Lob erhält. Wenn das zu spät passiert, dann kann er sein Tun nicht mit der Belohnung in Zusammenhang bringen und weiß hinterher nicht, für was für eine Aktion er diese Belohnung eigentlich erhalten hat. Genauso ist es mit der Strafe. Kommt eine Strafe zu spät, kann sie absolut nicht in Zusammenhang gebracht werden und der Hund schaut dich für diese Strafe total vorwurfsvoll an. Er ist sich sicher, im Moment keinen Fehler begangen zu haben, wird aber von uns gestraft. Eine Bestrafung ist sowieso nicht besonders gut. Man sollte eigentlich eher mit Lob und Belohnung arbeiten. Dann wird die Aktion immer positiv aufgenommen und nicht negativ bewertet. 

 

Zu gutherzig sein

Ein schlimmer Fehler, den man fast von Anfang an begeht, ist auf Betteln von seinem Hund immer und überall zu reagieren. Wenn dich der seelenvolle Hundeblick trifft, musst Du schon sehr konsequent und stark sein, um nicht nachzugeben. 

 

Unterforderung vs. Überlastung

Außerdem muss man beachten, dass man seinen Hund bei Erziehung und Arbeit nicht überlastet oder zu wenig belastet. Ein Hund der zu viel tun muss, verliert schnell die Lust und bei zu wenig Belastung, reagiert er unter Umständen sogar aggressiv. Man sollte also immer auf eine ausgewogene Auslastung sorgen, dann klappt es auch mit der Hunde-Erziehung.

 

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