Foto: Shutterstock.com

Frieren Hunde im Winter?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Diese Frage lässt sich nicht mit ja oder nein beantworten. Ob Hunde im Winter frieren, hängt zum einem vom Hund und zum anderen von der herrschenden...

Diese Frage lässt sich nicht mit ja oder nein beantworten. Ob Hunde im Winter frieren, hängt zum einem vom Hund und zum anderen von der herrschenden Temperatur ab. Ein gesunder erwachsener Hund mit dichtem Fell dürfte in einem durchschnittlichen deutschen Winter nicht frieren. Aber es gibt schon Ausnahmen von dieser Regel.

Was ist beim Winterspaziergang mit dem Hund zu beachten?

  • Auch wenn die meisten Hunde Schnee sehr gern haben, sollte man trotzdem bedenken, dass die meisten Hunde bei uns durch warme Wohnräume und kuschlige Liegeplätze ziemlich verweichlicht sind. Deshalb sollten Spaziergänge im Winter nicht ganz so lang wie in den wärmeren Jahreszeiten sein. Besser ist es, öfter und kürzer ins Freie zu gehen. Das trifft besonders auf noch nicht ausgewachsene Hunde zu. Die Tiere sollten außerdem möglichst ständig in Bewegung bleiben und nicht durchnässen. Bei Minustemperaturen ist es zum Beispiel sehr gefährlich, wenn Hunde baden gehen. Sie müssen dann sehr schnell abgetrocknet und ins Warme gebracht werden. Möglichst sollten beim Gassigehen Wege gewählt werden, die nicht gestreut oder gar gelaugt worden sind.

Welche Hunderassen sind besonders Kälte empfindlich?

  • Während Hunderassen mit längerem Fell und dichter Unterwolle den Winter oftmals besonders lieben und gern im Schnee herumtoben, sind kurzhaarige Rassen empfindlicher und frieren eher. Alle Schlittenhundarten und nördlichen Hunderassen aber zum Beispiel auch Bernhardiner, Retriever, Labrador und Schäferhund frieren auch bei längeren Winter-Spaziergängen kaum. Südliche Hunderassen aber auch Boxer, Dogge, Dobermann, Whippet und Greyhound haben kaum Unterwolle und oft auch wenig Fett, deshalb frieren sie eher. Auch bei den sehr kleinen Hundenrassen gibt es eher "winterfeste Rassen" wie zum Beispiel Rauhaardackel, Pudel und einige Terrierarten aber auch empfindliche wie den Mops oder den Chihuahua.

Winterschutz für ältere und kranke Hunde

  • Gerade bei älteren oder kranken Hunden verändern sich Haut und Fell oft so, dass der Schutz vor Kälte und Nässe nicht mehr richtig funktioniert. Außerdem sind die Tiere dann meist nicht mehr so bewegungsfreudig. Beides kann zu Erkältungen, zu Blasen- oder Nierenerkrankungen oder zu Krankheiten des Bewegungsapparates führen. Deshalb ist eine Decke oder ein Mäntelchen für solche Hunde im Winter durchaus angebracht.

Weitere Beiträge zum Thema:

Kommentare