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Haben Fliegen ein Gedächtnis? - Die Antwort

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Wie findet man's heraus? Entsprechende Studien geben Aufschluss darüber.

Sie sind lästig, ihr Summen nervt und sie hinterlassen in der Regel nichts weiter als Schmutz und Bakterien. Niemand weiß, wo sie zuvor saßen... - und so ist es den meisten Menschen ein Graus, das Zimmer mit diesen lästigen Nervtötern zu verbringen. Ist eine Fliegenklatsche oder eine alte Fernsehzeitschrift griffbereit, so bedeutet dies in der Regel das sofortige Ableben dieser mehrfüßigen, krabbelnden Gesellen. Nicht immer trifft man sie aber beim ersten Mal, sodass es durchaus zur nervenaufreibenden Aktion werden kann, dem Störenfried möglichst schnell den Garaus zu machen. Behalten die "lieben Tierchen" allerdings, dass ein "Anschlag" auf sie verübt wurde? Wenn ja, wie lange? Und sind Stubenfliegen und Co. demgemäß bestrebt, "Rache zu üben" und es dem "gewalttätigen" Menschen mit gleicher Münze heimzuzahlen? Fragen über Fragen...

  • Alles, was kreucht und fleucht ist bekanntlich nicht immer gern gesehen - schon gar nicht im Inneren von (Wohn-)Räumlichkeiten.
  • Untersuchungen zufolge handeln Fliegen und die meisten anderen Insekten rein nach ihrem Instinkt.
  • Sie erkennen Farben und wissen besonders leuchtend rote und gelbe Nuancen zu schätzen. Und sie lieben - wie man weiß - das Licht.
  • Offenbar begreifen sie allerdings nicht, dass es nur sehr wenig Sinn macht, immer und immer wieder gegen dieselbe Stelle der Glasscheibe oder der Glühbirne zu fliegen in der Hoffnung, endlich bald die Sonne zu erreichen.
  • Denn Fakt ist, dass Fliegen meist schon nach nur 2,7 Sekunden (!) vergessen haben, was sie gerade getan haben.

  1. Die alte Redeweisheit: "Kleine Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen", greift bei Fliegen und ähnlichen Kreaturen de facto nicht.
  2. Sicherlich hat der eine oder andere "Fliegenfreund" bereits beobachtet, dass Fliegen stets gern wiederholt eine bestimmte Stelle (zum Beispiel auf dem Tisch, an der Lampe oder auf der Stuhllehne) ansteuern, weil sich hier zum Beispiel ein zuckersüßer Tropfen Flüssigkeit oder eine andere Leckerei befindet.
  3. Leider ist jedoch der Mensch als Besitzer dieser "Lagerplätze" dazu geneigt, gleich mit der Fliegenklatsche zuzuschlagen, um das lästige, summende Getier zu entfernen.
  4. Trifft er jedoch nicht gleich beim ersten Schlag, so scheint die Fliege schon wenig später so gut wie keine Angst zu verspüren, dieselbe Stelle ein weiteres Mal aufzusuchen, um von der dort klebenden Köstlichkeit zu kosten.
  5. Wenn sie nämlich wieder einmal von ihrem Gedächtnis "im Stich" gelassen wurde, so handelt sie - wie gewohnt - ausschließlich nach ihrem Instinkt.
  6. Und der sagt ihr, dass Süßes üblicherweise dazu da ist, um verspeist zu werden. Koste es, was es wolle. Wozu sollte ein Gedächtnis angesichts solcher Verlockungen also schon gut sein...?

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