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Haben Nilpferde roten Schweiß? - Wissenswertes

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Nilpferde sind mit die größten Landsäugetiere der Erde.
Jedes Kind kennt sie, liebt ihre leicht dümmlich anmutende Gangart und das knuddelige Äußere. Doch so vertraut uns ihre Erscheinung auch sein mag, so wenig wissen wir eigentlich über die mächtigen Pflanzenfresser. Bereits seit der Antike hält sich der hartnäckige Mythos, Nilpferde würden Blut schwitzen. Was erst mal kurios und total abwegig klingt, hat allerdings einen Grund.

Woher kommt der Mythos?

Was man damals glaubte

  • Nilpferde nahmen in der ägyptischen Mythologie eine eher nebengeordnete Rolle ein.
  • Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Seth, der Gott des Chaos, im Nilpferd verehrt wurde.
  • Bilder oder Figuren von Nilpferden aus dieser Epoche sind oft in roter Farbe dargestellt, was Wut und Bosheit symbolisiert, aber auch die Information in sich trägt, die Tiere könnten Blut schwitzen.

Was man heute weiß

  • Wissenschaftlern aus Kyoto gelang es in einer nicht ganz ungefährlichen Aktion, Nilpferden Proben von Kopf und Rücken zu entnehmen. Das dadurch gewonnene Sekret wurde untersucht und führte zu erstaunlichen Ergebnissen.
  • Die Drüsenflüssigkeit der Nilpferde ist weder Schweiß noch Blut.
  • Die Isolation der einzelnen Bestandteile zeigte, dass es sich um ein Stoffwechselerzeugnis von Aminosäuren handelt.
  • Der rötliche Schimmer der uns wie Blut erscheint, ist eine Mischung verschiedener Pigmente. Aufgrund seiner antibiotischen Wirkweise dient er als Schutz vor Bakterien und Infektionen.
  • Darüber hinaus schützt der "Schweiß" der Nilpferde vor UV-Strahlung und Überhitzung des Körpers.

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