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Hund frisst nicht - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Hunde gewöhnen sich sehr rasch an alles, besonders an feste Fütterungszeiten.
Deshalb sollten diese nach Möglichkeit auch eingehalten werden.

Appetitlosigkeit beim Hund kann viele Gründe haben.

  • Nicht selten steckt fehlende Bewegung dahinter oder die Hunde sind läufig. Auch sommerliche Temperaturen können sich auf den Appetit des Hundes auswirken. Wenn Welpen nicht fressen, hat das oft etwas mit dem Zahnwechsel zu tun. 
  • Auch Zahnstein bei älteren Hunden kann das Fressverhalten sehr beeinträchtigen. Trifft dies alles auf Deinen Hund nicht zu, solltest Du dich fragen, ob Dein Hund vielleicht durch andere Familienmitglieder zwischendurch immer mal mit Leckerlis verwöhnt wird. 
  • Dass er dann zu den geregelten Mahlzeiten bereits satt ist, ist nur verständlich. Menschliche Nahrung, wie beispielsweise gewürztes Essen oder Süßigkeiten kann der Hund nur sehr schwer verdauen und kann auf Dauer zu Mangelerscheinungen führen.

Hund frisst nicht? - mögliche Ursachen

Plötzlicher Futterwechsel

  • Beim Wechsel der Futtersorte reagieren einige Hunde mit Verdauungsproblemen und Durchfall. Besonders Welpen reagieren beim Futterwechsel extrem empfindlich. Der Hund frisst nicht, wenn er Magenprobleme hat, bis dieser sich wieder beruhigt hat. Richtiger ist es bei der Futterumstellung der bisherigen Nahrung, das neue Futter Schritt für Schritt unterzumischen, sodass der Vierbeiner sich nach und nach darauf einstellen kann.


Rangordnung oder wie erziehe ich mein Herrchen

  • Hunde lernen sehr schnell, wie sie das Gewünschte erhalten. Hinter dem Verhalten der Futterverweigerung stecken manchmal auch Rangordnungsprobleme. Passt Du dich dem Verhalten an und gibst ihm das, was er möchte, wird sein Fehlverhalten verstärkt. Mit einem ständig gefüllten Napf erzieht man seinen Hund zum wählerischen Fresser oder sogar zum Futterverweigerer. Wenn der Hund nicht frisst, ist es richtiger, den gefüllten Napf nicht länger als fünfzehn Minuten stehen zu lassen und das nicht angerührte Futter dann wegzuräumen. Spätestens bei der nächsten Mahlzeit wird der Hund dann wieder fressen und damit seinen Energiebedarf decken.


Gewohntes Umfeld

  • Oft kann es zur Verweigerung des Futters kommen, wenn der Hund die Umgebung wechselt, beispielsweise im Urlaub oder wenn er gar in die Tierklinik musste. Eine andere Umgebung und fremde Menschen können sich auf das Befinden des Hundes auswirken, sodass er die Nahrung verweigert. Oft reicht es schon, wenn Du als Besitzer wieder anwesend bist und ihm zum fressen ermunterst. Dein vierbeiniger Freund fühlt sich dann gleich viel sicherer und wird die ihm angebotene Nahrung wieder zu sich nehmen.


Plötzliche Fressunlust

  • Wenn der Hund nicht frisst und das von einem Tag auf dem anderen, solltest Du in seinen Fang schauen, ob er eventuell Probleme mit den Zähnen oder Verletzungen am Gaumen hat. Besteht eine solche Situation, solltest Du mit deinem Hund möglichst schnell einen Tierarzt aufsuchen, um den Schaden unverzüglich zu beheben. Treffen all diese Probleme nicht zu und der Hund verweigert trotzdem weiter und über Tage die Nahrung ist eine Kontrolle beim Tierarzt unbedingt erforderlich.

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