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Hyperlipidämie beim Hund: Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Die Hyperlipidämie gilt längst nicht mehr nur als Volkskrankheit des Menschen, sondern kann zunehmend auch bei unseren Hunden beobachtet werden.
Bereits heute lässt sich bei jedem siebten Hund die sogenannte Hyperlipidämie diagnostizieren. 

Fact Box

  • Erhöhung der Blutfettwerte;
  • Verursacht durch genetische Veranlagung, falsche / fettreiche Ernährung oder Stoffwechselstörungen (bspw. Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion etc.;)
  • Diagnose durch Blutabnahme
  • Referenzbereich der Triglyceride 0,29-3,88 mmol/l;

Definition

  • Unter Hyperlipidämie versteht man eine Erhöhung der Blutfettwerte. Der Begriff Hyperlipidämie stammt aus dem Griechischen („hyper“ = oberhalb, „Lipos“ = Fett und „-ämie“ = Blut). 
  • In einem gesunden Blutkreislauf zirkulieren zahlreiche Blutfette. Diese übernehmen wichtige Funktionen innerhalb des Körpers. Blutfette sind beispielsweise Bestandteile einer intakten Zellmembran und sind weiterhin überaus wichtig für die Hormonbildung, den Energietransport und die Energiespeicherung. 
  • Ist jedoch der Blutkreislauf dahingehend gestört, dass die Blutfettwerte oder auch die Triglyceride erhöht sind, wird von einer Hyperlipidämie gesprochen. Arterienverkalkung, Leberverfettung, Leberembolie oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung können unter Anderem die Folge sein.

Ursache

  • Eine Hyperlipidämie kann durchaus genetisch bedingt sein. Häufig ist sie jedoch Folge einer fettreichen Ernährung in Kombination mit mangelnder Bewegung
  • Des Weiteren kann die Erhöhung der Blutfettwerte auch ein Anzeichen einer Stoffwechselstörung sein, wie sie beispielsweise bei Vorliegen einer Diabeteserkrankung, Schilddrüsenunterfunktion, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Überfunktion der Nierennebenrinde etc. auftritt. Weiterhin ist die Hyperlipidämie häufig bei Hunden festzustellen, welche aufgrund von Übergewicht stark abnehmen. 

Diagnose

  • Liegt eine Erhöhung der Blutfettwerte vor, so lässt sich diese zuverlässig durch eine Blutuntersuchung diagnostizieren. Sollten weitere der zuvor beschriebenen Krankheitsbilder zutreffend sein, so lassen sich diese ebenso mittels Blutbild feststellen und ggf. bereits ein kausaler Zusammenhang erschließen. 
  • Bei einer Blutabnahme ist es wichtig, dass der Hund nüchtern ist und in den letzten 12 Stunden vor Blutabnahme nichts (ausgenommen natürlich Wasser!) zu sich genommen hat. Sollte der Hund nicht nüchtern sein, so werden – wie auch beim Menschen – die Blutwerte verfälscht und verlieren gänzlich ihre Aussagekraft. Als Referenzbereich für den Wert der Triglyceride gilt 0,29-3,88 mmol/l. 

Behandlung

  • Wird bei einem Hund eine Erhöhung der Blutfettwerte festgestellt, so muss diese abhängig von der jeweiligen Ursache behandelt werden. 
  • Ist die Erhöhung der Blutfettwerte durch eine fettreiche Ernährung bedingt, so sollte die Ernährung nach Diagnose entsprechend fettarm, jedoch faserreich gestaltet werden. Unterstützend hierzu muss für ausreichend Bewegung des Hundes gesorgt sein. 
  • Liegt jedoch eine Stoffwechselstörung oder Entzündung der Bauchspeicheldrüse vor, muss diese zwingend vorrangig behandelt werden um nachgelagert eine Normalisierung der Blutfettwerte erreichen zu können. 

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