Foto: Shutterstock.com

Intelligenz von Insekten? - So schlau sind sie

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:03
Dass Tiere teils beachtenswerte Intelligenz besitzen, ist schon länger bekannt.

Dass Tiere Intelligenz besitzen, ist schon länger bekannt. Es gibt Affen, die unter Zuhilfenahme von Computern ihre Wünsche ausdrücken können, Hunde, die sich die Bezeichnungen von mehr als hundert Gegenständen merken können und Krähen, die Werkzeug benutzen, um Nüsse zu knacken. Doch wie steht es mit den Insekten? Können sie mit ihren winzigen Gehirnen wirklich intelligent handeln? Fakt ist die Größe des Gehirns ist nicht ausschlaggebend für Intelligenz. Forscher haben herausgefunden, dass Instekten nicht nur instinktbedingt handeln, sondern durchaus auch intelligentes Verhalten zeigen.

Bitte beachten

  • Das menschliche Gehirn besteht aus ungefähr 100 Milliarden Nervenzellen.
  • Das Gehirn einer Honigbiene hingegen besteht aus weniger als einer Million Nervenzellen.
  • Die Fähigkeit zu zählen benötigt laut neuesten Studien jedoch nur wenige hundert Nervenzellen.

Es ist schon länger bekannt, dass sich Bienen Orte merken, Blüten und Düfte erkennen können und diese Informationen auch an ihren Bienenstamm weitergeben können. Neuere Forschungsergebnisse haben noch mehr intelligente Verhaltensweisen der Honigbienen offengelegt. So hat Professor Lars Chittka von der Queen Mary Universität in London das Verhalten der Bienen untersucht und dabei Erstaunliches herausgefunden:

  1. Honigbienen können zählen.
  2. Sie können verschiedene Objekte voneinader unterscheiden, beispielsweise den Unterschied zwischen Mensch und Hund erkennen.
  3. Sie können sogar einzelne menschliche Gesichter wiedererkennen.
  4. Sie sind allgemein lernfähig, d.h. sie können neu erworbenes Wissen anwenden.


Aber auch andere Insekten weisen Zeichen von Intelligenz auf:

  1. So können Wespen andere Wespen anhand ihrer "Gesichter" optisch voneinander unterscheiden.
  2. Ameisen erkennen verschiedene Individuen aufgrund ihres Geruchs.

 

Jedoch scheint es intelligentere und weniger intelligente Insekten zu geben. Intelligenz scheint sich also nur zu entwickeln, wenn auch die Notwendigkeit dafür besteht. Bienen scheinen beispielsweise ihre relativ hohe Intelligenz durch die Anforderungen, die an sie gestellt werden entwickelt zu haben:

  1. Das Leben in der Gruppe, welches die Fähigkeit zu kommunizieren erfordert.
  2. Die Suche nach Futterplätzen, die das Orten dieser und die Fähigkeit den Bienenstock wiederzufinden erfordert.
  3. Es gibt mindestens eine Million Insektenarten, von denen bisher nur sehr wenige erforscht wurden.
  4. Es ist daher durchaus wahrschheinlich, dass noch weitaus mehr intelligentes Verhalten in der Insektenwelt existiert.

Kommentare