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Katzen abrichten - Geht das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Entgegen des Klischees Katzen würden nicht einmal auf ihren Namen hören...

Entgegen des Klischees Katzen würden nicht einmal auf ihren Namen hören, gibt es sehr wohl die Möglichkeit eine Katze zu trainieren und somit auch ihr Verhalten zu beeinflussen. Bestes Beispiel sind die dressierten Raubkatzen im Zirkus. Doch so weit muss man nicht gehen. Es reicht, der Katze mit einfachen Mitteln klar zu machen, welches Verhalten erwünscht ist.

  • Katzen sind nicht so auf ihre Menschen fixiert wie Hunde. Sie sind keine Rudeltiere und sie konzentrieren sich daher eher auf ihre eigenen Bedürfnisse. Selbstverständlich kommt es auch auf den Charakter des Tieres an. Manche Katzen sind eher träge, andere brauchen Abwechslung und Unterhaltung.
  • Es kann keiner Katze schaden, mit ihr zu trainieren. Denn Stubentiger leiden im Gegensatz zu ihren Verwandten in der freien Wildbahn oft an Langeweile. Natürlich sollte man dabei immer den Charakter des Tieres berücksichtigen und seine Katze nicht überfordern.

  • Leckerchen
  • Klicker (im Zoofachhandel erhältlich)
  • Motivation und Lob

Das Wichtigste beim Training einer Katze ist Lob. Dieses kann in Form eines verbalen Lobes erfolgen. Besser ist jedoch eine Belohnung in Form eines besonderen Leckerlies oder einer Spieleinheit. Bestrafung löst Angst aus und schrenkt somit die Aufnahme- und Lernfähigkeit ein. Eine beliebte Form des Trainings mit der Katze ist das sogenannte Klickertraining.

  1. Dazu wird die Katze zunächst auf den Klicker konditioniert. D.h. man begibt sich zu seiner Katze und klickt immer wieder. Wobei nach jedem Klick der Katze sofort ein besonderes Leckerlie angeboten wird.
  2. Nun kann man mit dem richtigen Traininig beginnen.
  3. Will man beispielsweise, dass die Katze zu einem kommt, so lockt man sie zunächst.
  4. Sobald die Katze zu einem gekommen ist, wird geklickt und die Belohnung erfolgt sofort.
  5. Wichtig ist dass das Klicken des Klickers genau in dem Moment erfolgt, in dem die Katze das gewünschte Verhalten zeigt.

Manchmal begreift das Tier nicht sofort was von ihm erwartet wird. Dann sollte man in kleinen Schritten trainieren.

  1. Kommt die Katze beispielsweise nicht sofort, wendet sich einem beim Locken aber zu, so wird zunächst dieses Verhalten "geklickt". 
  2. Dann wird der erste Schritt, den sie auf einen zumacht belohnt.
  3. So begreift die Katze Schritt für Schritt, was von ihr erwartet wird.

Man kann natürlich auch ohne Klicker trainieren. Hier anhand des Beispiels, wie man einer Katze beibringt auf ihren Namen zu hören:

  1. Das Tier wird jedesmal mit seinem Namen gerufen, wenn man das tägliche Futter bereithält.
  2. Der Name darf nur benutzt werden, wenn man sicher ist, dass man auch eine Belohnung bieten kann.
  3. Sobald das Tier seinen Namen kennt, können die Belohnungen natürlich seltener erfolgen, jedoch nie ganz wegfallen.

Wichtig ist, dass man für jedes erwünschte Verhalten klare Befehle bzw. Worte nutzt, so dass das Tier nicht durcheinander gerät.

  1. Unerwünschtes Verhalten wird verhindert, indem man positive Aktionen beendet.
  2. Kratzt die Katze beispielsweise beim Spielen, wird nicht geschimpft, sondern das Spiel sofort beendet.

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