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Krankenversicherung für Tiere - Gibt's das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Eine Krankenversicherung für Tiere, klingt im ersten Moment mal ungewöhnlich.
Doch auch Tiere, egal ob Hund, Katze oder Pferd, kann man Krankenversichern. Doch lohnt sich solch eine Versicherung überhaupt? Auf was ist zu achten?

  • Ein Muss für alle Hunde- und Pferdehalter ist allerdings der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Auf diese Ausgabe sollte niemals verzichtet werden!

Versicherung für deine Haustiere

  • Laut Auskunft der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kann der verantwortungsvolle Tierhalter auf den Abschluss einer Krankenversicherung für Tiere gut verzichten. Der Abschluss von anderen Policen, wie zum Beispiel eine OP-Versicherung, ist hingegen wesentlich sinnvoller. Daher sollte sich der Tierhalter den Abschluss einer Krankenversicherung für Tiere zuvor gut überlegen und genau kalkulieren, ob sich diese Versicherung für ihn lohnt oder nicht sogar unnötige Kosten produziert.
  • Aber nicht nur die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät den Verbrauchern, keine Krankenversicherung für Tiere abzuschließen, auch die Stiftung Warentest kommt in ihrem Test über Kranken-Vollversicherungen für Hausstiere zu einem ähnlichen Ergebnis und äußert sich kritisch. Die Policen sind überteuert und noch lange nicht werden alle anfallenden Behandlungen auch tatsächlich voll übernommen. Zudem werden nur gesunde Tiere versichert, Tiere mit Vorerkrankung werden von vorneherein vom Versicherungsschutz ausgenommen.
  • Dabei richtet sich der Preis für eine Krankenversicherung für Tiere nach Größe, Gewicht, Rasse und hauptsächlich dem Alter der zu versichernden Vierbeiner. Hier gilt: Die Versicherung wird um so teuer, je älter das Tier ist. Die Kosten einer solchen Versicherung für einen Hund betragen jährlich zwischen 234 Euro bis 775 Euro, bei einer Katze sind immer hin noch 129 Euro bis 400 Euro fällig.
  • Auch wenn sich solch eine Versicherung gerne als Vollversicherung bezeichnet, werden häufig vorkommende Leistungen, wie zum Beispiel das jährliche Impfen und auch die Kosten für Kastrationen, nicht übernommen und erstattet. Aber auch Behandlungen, die laut den Versicherungsbedingungen mit abgesichert sind, müssen vom Halter oftmals zumindest teilweise mit getragen werden. 
  • Der Grund liegt darin, dass in den meisten Tierarzt Praxen der dreifache Satz der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) berechnet wird. Allerdings übernehmen die Versicherungen lediglich den zweifachen Satz. Aus diesem Grund lohnt sich die Ausgabe für eine Krankenversicherung für Tiere kaum. Stattdessen sollte der Tierhalter das eingesparte Geld für zukünftige Tierarztbesuche zurücklegen.
  • Eine empfehlenswerte Versicherung, welche sich hingegen für alle Tierhalter lohnt, ist der Abschluss einer OP-Versicherung für Haustiere. Sie ist deutlich preiswerter als eine Krankenvollversicherung und kostet zum Beispiel für einen Hund ca. 131 Euro jährlich, für Katzen liegt sie bei ca. 100 Euro im Jahr.

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