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Küken als Haustier halten - Geht das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Ein Küken wird schnell groß und muss artgerecht gehalten werden.

Viele spielen mit dem Gedanken, mal ein anderes Haustier als die 'Klassiker' Hund und Katze anzuschaffen. Niedlich wären doch Küken, oder? Doch dabei sollte man vorsichtig sein, da einiges zu beachten ist, um das Wohle des Tieres sicherzustellen. In diesem Artikel gibt's alles Wissenswerte dazu.

  • Stall
  • Garten oder Wiese
  • Futter
  • Meldung bei der Behörde

Küken als Haustiere halten - Das ist zu beachten

  • Küken sind klein und niedlich, werden aber auch schnell groß. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Hühner, Gänse oder Enten sind. All diese Tiere sind für die Haltung im Freiland geeignet, sollten aber niemals in der Wohnung gehalten werden. Dies ist auch gar nicht möglich, da so die Bedürfnisse der Küken missachtet werden, was dem Tierschutzgesetzt widerspricht.
  • Allerdings lassen sich Küken von Hand aufziehen, und können dann zum Beispiel im eigenen Garten gehalten werden. Doch auch dort benötigen die Tiere ein artgerechtes Umfeld, sodass sie sich den Bedürfnissen entsprechend entwickeln und leben können.
  • Das Grundstück muss hoch genug eingezäunt werden und die Küken benötigen einen kleinen Stall oder ein kleines Häuschen, in dem sie Unterschlupf finden, und sich auch im Winter ausreichend wärmen können.
  • Zudem benötigen Sie zur Aufzucht spezielles Futter, das Sie später gegen ein normales Futter für Federvieh tauschen können. Den Tieren muss die Möglichkeiten zum Baden gegeben werden. Daher benötigen Sie ein kleinen Teich oder etwas Ähnliches.
  • Natürlich muss auch der Stall artgerecht ausgestattet und regelmäßig gesäubert werden. Sie benötigen ein gutes Eintreu, Stroh und Heu.
  • Ein Küken sollte auch niemals einzeln gehalten werden. Wenn Sie sich Federvieh zulegen möchten, dann schaffen Sie sich mindestens drei oder vier Küken an.
  • Wie jedes ander Tier können auch diese Tiere krank werden, und müssen dann von einem Tierarzt untersucht und versorgt werden. Hinzu kommt, dass die Tiere einer Meldepflicht unterliegen. Diese Meldepflicht ergibt sich aus dem Tierseuchengesetzt. Laut § 71 müssen Sie jedes Federvieh unverzüglich melden. Tun Sie dies nicht, können hohe Gebühren auf Sie zukommen, und die Tiere werden unter Umständen sogar beschlagnahmt.
  • Die Anmeldung können Sie beim für Sie zuständigen Veterinäramt machen, und auf schriftlichem Weg dort einreichen. 
  • Wenn Sie bereit sind, all das auch in die Tat umzusetzen, und Sie die Möglichkeiten dazu haben, dann sollten Sie sich vorab in einem speziellen Forum für Federvieh anmelden, und sich dort mit Gleichgesinnten unterhalten. Dort erhalten Sie auch weitere nützliche Tipps zur Haltung, zur Fütterung und zu ganz speziellen Erkrankungen der Tiere.
  • Wenn Sie ein kleines Küken finden, dann können Sie dieses auch im Tierheim abgeben, oder Sie erkundigen sich nach einer Vogelstation in Ihrer Nähe, denn auch dort wird man Ihren kleinen Findling gerne versorgen und aufpeppeln. Zur Not bekommen Sie auch Hilfe und Anlaufstellen bei jedem Tierarzt genannt, wenn Sie dort um Hilfe bitten, und Ihr Anliegen schildern.

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