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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Die konventionelle Käfighaltung ist in Österreich bereits seit 2009 verboten. Mit dem Jahr 2012 trat ein solches Verbot in der gesamten Europäischen Union in Kraft. Dennoch ist in Sachen Hühnerhaltung und Eiproduktion bei weitem nicht alles eitel Wonne. Beispielsweise ist die Einfuhr von Eiern und Eiprodukten nach Österreich weiterhin uneingeschränkt erlaubt.

Verschiedene Haltebedingungen

Verschiedene Haltebedingungen  Das Gesetz zur Käfighaltung zeigt sich allerdings in der Praxis recht dehnbar, denn das anfangs angesprochene Verbot gilt in Österreich effektiv übrigens erst ab 2020. Bis dahin dürfen Hühner nämlich nach wie vor in sogenannten „ausgestalteten Käfigen“ gehalten werden. Die zum Tragen kommenden Adaptionen in solchen Käfigbauten sind aber so marginal, dass hier wohl kaum von einer echten Verbesserung der Lebensumstände gesprochen werden kann. Mitunter am heftigsten kritisiert wird hier die noch immer fehlende Möglichkeit, sich auf eine höherliegende Sitzstange zurückzuziehen, wie es eine artgerechte Haltung erfordern würde. 

 

Bereits seit 2004 ist EU-weit die gesetzliche Kennzeichnung der Halteform für Schaleneier (also jene Eier, die von den Konsumenten als ganzes Ei zum Beispiel im Supermarkt gekauft werden) vorgeschrieben. Bei Eiern aus Österreich besteht dieser aus einer vorangestellten Ziffer von 0 bis 4 (0 = biologische Freilandhaltung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung) sowie dem Länderkürzel AT und der siebenstelligen Betriebsnummern des Bauern. Für den Konsumenten bietet dieser Code eine relativ gute Möglichkeit, um die Herkunft der Eier zu überprüfen.

Achtung bei Fertigprodukten

'Open Sans', sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; line-height: 22.5px; font-size: 15px;">In diesem Zusammenhang kommt aber bei näherer Betrachtung ein weiterer Missstand zum Vorschein. Während diese Verpflichtung für sämtliche Schaleneier gilt, müssen Hersteller von verarbeiteten Eiern die Herkunft überhaupt nicht ausweisen. Wer also gerne mal zu Fertiggerichten oder Teigwaren greift, läuft Gefahr, aus Käfighaltung stammende Eier zu konsumieren. Und das unter Umständen sogar in rauen Mengen. Vor allem bei importierten Produkten aus dem Ausland soll es häufig zur Verwendung von Käfigeiern kommen. Tierschutzverbände fordern hier vehement eine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Produkte.

Nicht alles eitel Wonne

Wie der „Verein gegen Tierfabriken“ erfreut bekanntgegeben hat, sind in Österreichs Supermärkten keine Schaleneier aus Käfighaltung mehr zu finden. Gleichzeitig wurde aber darauf hingewiesen, dass es in Großmärkten – hier beziehen viele Abnehmer aus der Gastronomie ihre Eier – immer noch Produkte aus solch unwürdigen Bedingungen gibt.

 

Die schon seit einigen Jahren von Landwirten geforderte Auszeichnung der Herkunft von Rohstoffen für Wirte gibt es nur auf freiwilliger Basis. Hier ist momentan keine Änderung abzusehen.

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