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Nachhaltiger Fischfang - Worum geht's?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Gegen Überfischung muss angekämpft werden.

Überfischung und vom Aussterben bedrohte Fischarten sind eines der großen Probleme in den Meeren dieser Welt. Tiere, die sich langsam vermehren, sind besonders gefährdet und werden regelrecht an den Rand ihrer Existenz getrieben. Die Lösung dieses Problems kann nur über das Konzept der nachhaltigen Fischerei funktionieren. Dabei geht es dazu, den Fischfang so umzusetzen, dass der Fischbestand langfristig erhalten werden kann und bestimmte Fischarten keinesfalls von Überfischung betroffen sind. In diesem Beitrag wollen wir uns das nun im Detail ansehen.

Nachhaltiger Fischfang auf einen Blick

  • bei Nachhaltigkeit steht immer die Erhaltung des Systems im Vordergrund.
  • nachhaltige Fischerei setzt demnach auf bestandserhaltende Methoden und Richtlinien im Fischfang
  • vermeidet Überfischung
  • verhindert eine weitere Schädigung des Meeres als Ökosystem. Das betrifft vor allem auch den Meeresboden.
  • es exisiterien verschiedene Siegel und Zertifikate, die nachhaltige Fischerei signalisieren sollen

Warum ist die Anwendung von nachhaltiger Fischerei so wichtig?

  • Durch illegale Fischerei, Überfischung, zu hohe Beifangreiten und den Gewinnmaximierungswahn mancher Unternehmen sind viele Fischarten extrem gefährdert.
  • Bedenkt man hier nicht die existenzbedrohenden Risiken, so werden bestimmte Fischarten früher oder später komplett aussterben und nicht mehr zur Verfügung stehen.
  • Auch der ökologische Nutzen darf nicht außer Acht gelassen werden. Die Überfischung gefährdet das ganze Ökosystem Meer.
  • Auch soziologische Gründe spielen eine Rolle. Die Weltbevölkerung wird in nächster Zeit immer mehr anwachsen. Daher steigt auch die Nachfrage nach Fisch, welcher noch dazu als gesundes, nahrhaftes Element der Ernährung gilt. Das spricht noch mehr für nachhaltige Fischerei.

 

Welche Fischarten sind besonders gefährdet?

Gut 40 Fischarten (Angaben aus den unterschiedlichen Qullen variieren hier stark) können momentan als gefährdet gesehen werden. Hier nur eine kleine Auswahl davon:

  • Aal
  • Bachforelle
  • Hecht
  • Kabeljau
  • Karpfen
  • Koppe
  • Perlfisch
  • Seeforelle
  • Seesaibling
  • Thunfisch
  • Wels
  • Wildkarpfen
  • Zander

 

Worauf ist im Alltag zu achten?

  • Es haben sich verschiedene Zertifikate für nachhaltige Fischerei etabliert. Beispiele wären das Marine Stewardship Council (oft kritisiert), Friend of the Sea, SAFE, Seafood Watch oder auch diverse regional angelegte Programme.
  • Natürlich sind Händler auf aller Welt dazu aufgefordert - auch im eigenen Interesse - Produkte aus der nachhaltigen Fischerei zu vertreiben.
  • Als Konsument sollte man beim Einkaufen stets darauf achten, dass der Händler schon im Einkauf eine nachhaltigkeitsorientierte Sortimentspolitik betreibt und somit auf die Fischbestände Wert legt.
  • Die Produkte sollten rückverfolgbar sein und am besten auch dementsprechend mit Siegeln gekennzeichnet sein.
  • So kannst Du selbst aktiv dazu beitragen, gegen die Überfischung weltweit anzukämpfen.

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